Dortmund stockt RWE Aktienpaket weiter auf
Von wegen grün: RWE bleibt ein Riese auf Kohlefüßen

Während sich immer mehr Kommunen von klimaschädlichen Beteiligungen trennen, geht Dortmund einen anderen Weg: Statt den Verkauf von RWE-Aktien zu beschließen, stockt Dortmund sein Aktienpaket jetzt noch einmal deutlich auf. Grund dafür: Es winken vorzeigbare Renditen. Dass dieses Geld mindestens bis 2038 zu großen Teilen auch mit umwelt- und klimaschädlicher Kohleverstromung verdient wird, scheint dabei keine große Rolle zu spielen – trotz aktiver Bekenntnisse der Politik zum Klimaschutz. Denn bei dem Essener Konzern ist außer der angekündigten Neuorientierung bisher nicht viel passiert.

„RWE wird bis zum letzten Tag des Kohleausstiegs 2038 weiter Kohle verbrennen. Damit gehört das Unternehmen mindestens noch für die nächsten 18 Jahre zu den größten CO2Verursachern in Europa und trägt damit weiterhin erheblich zum Klimawandel bei“, gibt die Fraktionssprecherin der Grünen, Ingrid Reuter, zu bedenken. „RWE hat sich bis zuletzt gegen die Energiewende gestemmt und aus eigenem Antrieb keinen Schritt zum Strategiewechsel unternommen. Und auch, wenn das Unternehmen jetzt die Ökosparte von EON übernimmt, wird aus RWE kein grüner Riese. Noch auf lange Zeit erzeugt RWE den meisten Strom aus Kohle und zerstört weiterhin Dörfer in der rheinischen Braunkohleregion.“

Wenn man die im Pariser Klimaabkommen festgehaltene 1,5 °C-Obergrenze noch erreichen will, müssen schnelle Maßnahmen zur CO2-Reduktion ergriffen werden. Vor diesem Hintergrund ist das Festhalten an Konzernen, die mit der Verbrennung fossiler Rohstoffe nach wie vor zu Lasten zukünftiger Generationen Profite machen, die falsche Strategie. Nach jahrelangem Druck von Umweltaktivist*innen hat der Norwegische Pensionsfonds seine Investitionen in RWE kürzlich endgültig beendet. Und auch verschiedene Kommunen und Kreise in NRW haben den Verkauf von RWE-Anteilen bereits vollzogen. Auch von der Beteiligung an der STEAG haben sich alle Kommunen verabschiedet – außer Dortmund. Für die Dortmunder Grünen ist auch das eine falsche Entscheidung.

Autor:

Hans-Georg Schwinn aus Dortmund-City

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