Familie mit Faible für Knutschkugeln

Heinz Becker in der Isetta. Seine Ehefrau hat im BMW 600 Platz genommen.
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Die Beckers aus Berghofen fahren auf Isettas ab – und das schon seit über 30 Jahren.

„Wir sind heute hier mit einer Isetta und einem BMW 600“, erklärt Heinz Becker beim Oldtimertreffen an der Reinoldikirche. Einmal im Monat im Sommer treffen sich dort Oldtimerfahrer aus der ganzen Gegend.

Wenn man nicht so genau hinsieht, sehen die beiden Modelle gleich aus, nur beim zweiten Blick fällt auf, dass der BMW 600 ein kleines Stückchen länger ist. „Ein Viersitzer. Die Isetta kaufte man sich damals, wenn man frisch verheiratet war. War die Ehe schon ein paar Jahre alt, gab es dann den 600er“, schmunzelt Heinz Becker.

„Die Isetta haben wir vor 30 Jahren in Aplerbeck in einer Scheune gefunden“, erklärt Sohn Frank Becker. Liebevoll restauriert und poliert steht sie nun beim Oldtimertreffen an der Reinoldikirche neben dem größeren viersitzigen Bruder: „Der BMW 600 stammt aus Polen. Dort haben wir vor 20 Jahren zwei Modelle gekauft und daraus eins gemacht“, erzählt Heinz Becker. „Den 600er gibt es in Dortmund nur einmal, von den Isettas gibt es noch so fünf oder sechs Stück.“

Die Isetta und der BMW 600 waren Lizenzbauten, BMW hatte die Pläne von der italienischen Firma Iso Rivolta gekauft. Renzo Rivolta, der Firmenchef des Motorradherstellers, stellte das Rollermobil 1954 vor. BMW baute die Isetta von 1955 bis 1962. Mit einem Benzinverbrauch von etwa 3,45 Litern auf 100 km bei 57 Stundenkilometern (Werksangabe) ist die Isetta wohl das erste Drei-Liter-Auto der Welt. Ihr Einzylindermotor und ihr geringes Gewicht machten sie so sparsam.

1957 kam eine viersitzige Version, eben der BMW 600, auf den Markt, die zusätzlich zur Fronttür eine Seitentür rechts und eine Rücksitzbank hat. Der BMW 600 hat einen Zweizylinder-Boxer-Motor mit 585 Kubikzentimetern Hubraum und 19,5 PS.

Die beiden Kleinwagen mit der charakteristischen großen Fronttür werden von der Familie im Alltag genutzt: „Wir machen alles damit, fahren einkaufen, ganz normal.“ Schnell ist das kleine Auto nicht, ganze 245 Kubikzentimeter Hubraum mit 12 PS hat der Motor.

Dafür hat es einen ganz erheblichen Niedlichkeitsfaktor: „Egal wo man damit hin fährt, die Leute bleiben stehen, gucken, lächeln und winken.“ Da machts es auch nichts, wenn man den rollenden Verkehr ein bisschen aufhält: „Wir sind mal zu einem Isetta-Treffen in der Eifel gefahren, da war die Isetta ganz vorne am Berg, und dahinter kamen 30 bis 35 LKW.“

Familie Becker ist mit den beiden Isettas gut beschäftigt, auch wenn Vater Heinz zusätzlich  noch ein Mercedes 123 Coupé fährt: „Wir haben viel Spaß mit den beiden Autos.“

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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