Wer kennt Gisela Korten? Ennepetalerin sucht Freundin aus Kriegstagen

In ihrem 84-jährigen Leben hat Heidi Kreuzkamp viel erlebt, war öfter in Lebensgefahr. Ihre Erlebnisse hat sie in einem Buch niedergeschrieben.
  • In ihrem 84-jährigen Leben hat Heidi Kreuzkamp viel erlebt, war öfter in Lebensgefahr. Ihre Erlebnisse hat sie in einem Buch niedergeschrieben.
  • Foto: Foto: Frank Schneidermann
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Heidi Kreuzkamp ist viel herumgekommen in der Welt. Jetzt lebt sie in Ennepetal. Über ihre Erlebnisse hat sie ein kleines Buch geschrieben, das auch eine Episode aus dem Zweiten Weltkrieg enthält.
„Mich hat das immer so bekümmert“, sagt sie, „dass sie Jugend so wenig weiß vom Krieg. Es war so eine schreckliche Zeit.“ Mit einer Freundin rettete sich Heidi Kreuzkamp bei einem Bombenangriff. Diese Freundin aus Kriegstagen würde sie gerne wiedersehen.
In ihrem Buch beschreibt Heidi Kreuzkamp die Geschichte: "Den 6. Oktober 1944 werde ich nie mehr aus dem Gedächtnis streichen können, denn da gab es den größten Luftangriff auf Dortmund, bei dem 80 Prozent der Stadt zerstört wurden. Auf dem Westenhellweg lief unser Lehrgang (Kurzschrift und Maschinenschreiben,.d.Red.), als gegen 19 Uhr die Sirenen heulten - Voralarm, Vollalarm und akute Gefahr gleich hinterher.
Die halbe Klasse lief in das einzige Hochhaus auf der Hansastraße, aber dort hinein wollte ich auf keinen Fall." Ihr Schutzengel hat sie auch in dieser gefährlichen Lage wieder gerettet, denn das Hochhaus stürzte ein. "Es gelang mir, meine Freundin Gisela zu überzeugen, einen Tiefbunker aufzusuchen.
So rannten wir los über den ganzen Westenhellweg zur Körner Platz, aber dort standen schon an die hundert Leute vor dem Tiefbunkereingang. Wir rannten also weiter über die Rheinische Straße zur Möllerstraße, wo noch ein Tiefbunkereingang war und wir mit fast letzter Kraft die fast hundert Stufen hinunterliefen. Die letzten zehn Stufen sind wir fast geflogen, so stark war die Druckwelle der einschlagenden Bombe in den Bunkereingang."
Diese Freundin, ihr Mädchenname war Gisela Korten, wird jetzt von Heidi Kreuzkamp gesucht. Sie müsste um die 82 Jahre alt sein, als Jugendliche wohnte sie in der Hüttemannstraße. Sollte Gisela Korten noch leben, oder Verwandte oder Freunde etwas über sie wissen, so können sie sich gerne an die Redaktion des City-Anzeigers unter 56 22 96 34 wenden.
Die brenzlige Situation beim Bombenangriff war nicht die einzige in Heidi Kreuzkamps Leben, 14 Mal ist sie dem Tod von der Schüppe geprungen: „Ich habe eben einen Schutzengel“, sagt Heidi Kreuzkamp, „und wenn ich abends bete, dann danke ich dem lieben Gott dafür!“ Diese 14 Episoden schildert sie in ihrem Buch „Mein Schutzengel und ich - Eine authentische Lebensgeschichte“ (ISBN 978-0-85727-008-5), das zur Frankfurter Buchmesse 2010 im August von Goethe-Literaturverlag erschienen ist.
Das schmale Bändchen würde sich auch gut als Schullektüre eignen, denn es bschreibt kurz und knapp, aber eindrücklich die Schrecken des Krieges für Jugendliche.

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