Eigentümer in Asseln hatten sich beschwert
Häuslebauer dürfen Radboxen aufstellen

Archivbild Kahle Hege Asseln
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Hauseigentümer an der Kahlen Hege hatten sich beschwert, dass die Festsetzungen im Bebauungsplan keine Fahrradabstellboxen im Vorgarten zulassen. Nun gibt es Änderungen.

In der Tat sind im Bebauungsplan so genannte „Nebenanlagen“ in den Vorgärten verboten, und damit auch Abstellboxen für Fahrräder. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka hatte schon bei einer Informationsveranstaltung die Konsequenz dieser Festsetzung kritisiert: „Wer die Verkehrswende will, muss Fahrradabstellplätze ermöglichen. Und für hochwertige Fahrräder müssen die überdacht und abschließbar sein“. Die vom Planungsamt angebotene Lösung der verlängerten Garagen sei nicht alltagstauglich. "Wer will schon, dass die Kinder ihre Räder am heiligen Blech entlang schieben müssen?", so Czierpka.

Die SPD-Fraktion hatte daraufhin den Antrag gestellt, solche Boxen auf Antrag als Ausnahmen von den Festsetzungen zu genehmigen. Solche „Befreiungen“ kann das Bauordnungsamt aussprechen. Zudem regte die SDP an, solche Abstellhäuschen in neuen Bebauungsplänen grundsätzlich vorzusehen. Nun hat die Verwaltung geantwortet. Man ist der Argumentation der SPD-Fraktion gefolgt und die Hauseigentümer können nun die Genehmigung von begrünten Fahrradabstellboxen für maximal zwei Fahrräder beim Bauordnungs- und Planungsamt beantragen. Dort hat man bestimmte Höchstmaße festgelegt und will auch künftig „eine maßvolle Errichtung von begrünten Fahrradabstellboxen“ in neuen Bebauungsplänen vorsehen.

"Ob das reicht?", fragt Czierpka: "Wo zwei Kfz-Einstellplätze heute Standard sind nur „maßvoll“ bei den Fahrradabstellboxen? Eigentlich sollte das zum Standard gehören, genau wie die Garage." Bei einer vierköpfigen Familie seien zwei Einstellplätze für Fahrräder zu wenig, zumal an Lastenräder und Fahrradanhänger gedacht werden müsse. Hier habe die Planungsverwaltung noch nicht genau hingehört, wenn die Verkehrswende diskutiert wird, so der Bezirksbürgermeister von Brackel.

Für die Hauseigentümer an der Kahlen Hege sei die Möglichkeit für einen Antrag auf jeden Fall eine gute Nachricht.

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