SV Körne
SV Körne 83 verspielt Aufstieg in die Kreisliga A

Einstimmung
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Relegationsspiel DJK Eintracht Dorstfeld II - SV Körne *

* Der Bericht ist aus der Sicht des SV Körne geschrieben, so dass die Torfolge von der Ansetzung bzw. Heim~/Gastmannschaft abweicht.

Mit großen Erwartungen und berechtigten Hoffnungen ging das Team des Spielertrainers Viktor Pusch und seines Co-Trainers Holger Wiedemann in das Endspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A gegen DJK Eintracht Dorstfeld II.

Um 19:05 Uhr am 05.Juni  wurde das Spiel auf dem Grävingholzplatz vor einer respektablen Zuschauermenge, die mehrheitlich aus Körner Anhängern bestand, angepfiffen.

Nach einer Abtastphase übernahm die Körner Truppe zunehmend das Kommando auf dem Spielfeld, musste aber wie aus dem Nichts nach einem individuellen Fehler in der 23.' das 0:1 durch den dreifachen Torschützen Dustin Nehm hinnehmen, der extra zum Spiel aus Mallorca angereist war und am Tag danach wieder zurückgeflogen ist.

Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt konnte Andreas Schulzeim Anschluss an eine Ecke in der 44.'mit einem satten Kopfball zum 1:1 ausgleichen.

Die zweite Halbzeit war über weite Strecken von der Spielstärke der Körner geprägt.

Nach vielen ansehnlichen Ballpassagen sowie einem durchdachten Aufbauspiel waren die Zuschauer davon überzeugt, dass der Sieger am Ende eigentlich nur SV Körne 83 heißen konnte.

So war es auch keine Überraschung, dass der Körner Robin Porps nach einer feinen Einzelleistung in der 78.Minute das 2:1 erzielte.

Es lief alles nach Plan und der Weg zur Kreisliga A war nicht mehr weit.

Doch aus unerklärlichen Gründen riss nach dem Führungstor der Faden.

Das spielerische Niveau seitens der Körner ließ enorm nach und weckte die Lebens- und Kampfgeister der Dorstfelder, die offenbar die warnenden Worte ihres Keepers „Jungs, wir fallen auseinander!“ gehört hatten und das Spielgeschehen zunehmend in die Körner Hälfte verlagerten.

Einige wenige Nadelstiche seitens der Körner sorgten für kurzzeitige Entlastungsmomente der Abwehr und Unruhe beim Gegner, doch liefen alle Versuche letztlich ins Leere, das Spiel durch ein weiteres Tor in die gewünschte Richtung zu bringen.

Während sich die lautstark von ihren Anhängern unterstützten Körner Kicker offensichtlich schon gedanklich bei der Aufstiegsfeier wähnten und die gesamte Mannschaft die Defensivarbeit immer mehr vernachlässigte, warf Dorstfeld alles in die Waagschale und erzielte in der 90.' den Ausgleich zum 2:2.

11-minütige Nachspielzeit mit Ups and Downs

Ab diesem Zeitpunkt durchliefen alle Anwesenden ein Wechselbad der Gefühle und erlebten einen Spielverlauf, den man in dieser Extremität selten sieht.

Die Tore fielen auf einmal wie reife Früchte vom Baum- und das alles in der extrem langen Nachspielzeit.

Mit dem dritten Dorstfelder Treffer in der 96.' durch D.Nehm nach einem sehenswerten Freistoßtor, mit dem er sich für das Torwandschießen bewerben könnte, schien der Aufsteiger festzustehen, denn viel Zeit konnte nicht mehr zu spielen sein.

Doch Körne bäumte sich nochmal auf und konnte fast postwendend durch Marcel Jürgens zum viel umjubelten 3:3 ausgleichen, durch das die Hoffnung auf einen guten Ausgang wieder Nahrung erhielt, denn es deutete alles auf ein Elfmeterschießen hin.

Kaum war dieser Gedanke zu Ende gedacht, zappelte der Ball in der 99.' zum 3:4  wieder im Netz der Körner, leider wie beim 0:1 begünstigt durch einen individuellen Fehler.

Da der SR noch 2 Minuten anzeigte, warf Körne alle Spieler incl. Torwart nach vorne und hätte fast noch den erneuten Ausgleich erzielt. Aber es sollte nicht sein!

Körner Aufstiegsträume geplatzt

Unfassbar! Wie konnte das passieren, fragten sich alle, deren Herz für Körne schlug. Wie konnten eine lange Zeit dominierte Partie und der Erfolg aus den Fingern gleiten?

Mit diesen Fragen im Kopf sanken die Körner Spieler nach dem Abpfiff in der 101.Minute erschöpft und enttäuscht zu Boden.

Zu den vielen offen Frage gehört sicherlich auch die Frage nach der Berechtigung dieser ungewöhnlichen Dauer der Nachspielzeit, die allerdings nichts mit dem Ausgang des Spiels zu tun hat, denn diese Zeit war für beide Mannschaften mal ein Vor-, mal ein Nachteil.

Dorstfeld lebt FAIR PLAY Gedanken vor

Trotz der verständlicherweise riesigen Enttäuschung auf Seiten der Körner, die bereits an dem um 1 Punkt verpassten direkten Aufstieg zu knabbern hatten, konnte dem unglücklichen Ausgang der Begegnung etwas Positives abgewonnen werden.

Wie sonst soll man es bewerten, wenn ein Dorstfelder Spieler die Verlierer mit den Worten tröstete „Ihr wart das bessere Team. Tut mir leid für euch!“. Das nenne ich FAIR PLAY.

In diese Kategorie gehört ein Schreiben, das der SV Körne 83 von seinem Gegner erhielt, und das ich wegen seiner enormen Aussagekraft nicht vorenthalten möchte.

Liebe Sportfreunde,

wir haben gestern ein dramatisches Reli-Spiel gesehen, wobei wir das glückliche Ende für uns hatten.

Für das faire Verhalten eurer Spieler und Anhänger,
nach dem doch unglücklichen Ende für den SV Körne,
möchten wir uns nachträglich bedanken.

Wir sind uns einig, dass nicht der Bessere das Spiel
gewonnen hat.

Deshalb wünschen wir für die Zukunft alles Gute.

Mit sportlichen Grüßen

DJK Eintracht Dorstfeld
Ludger Neuhaus

Diesen Worten des Siegers ist nichts hinzuzufügen! CHAPEAU !

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