Großer Umschlagplatz für Lebensmittelspenden im Gewerbegebiet Wickede
Logistik bei der Tafel

Aufbau der beiden Kühlcontainer durch das Team der Firma Bloedorn Container.
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Der Ausbau der Dortmunder Tafel als eines von sechs Verteilerzentren in NRW nimmt Fahrt auf. Mit zusätzlichem Lagerraum und Unterstützung im Logistik-Bereich können größere Warenmengen bewältigt werden.

Ende 2019 beschloss der Landesverband der Tafeln in NRW den Aus- und Aufbau von sechs Verteilerzentren. Das Ziel: Größere Lagermöglichkeiten für gespendete Tiefkühl-, Kühl- und Trockenwaren in Dortmund, Coesfeld/Münster, Aachen, Wuppertal, Dormagen und Köln.
In Dortmund nimmt dieser Ausbau nun Fahrt auf: Anfang Juni fuhr die Firma Bloedorn Container aus Dortmund zum Beispiel die erste große Frachtladung für die Tafel. 21 Paletten Kekse von De Beukelaer transportiert das Unternehmen für die Tafel kostenfrei von Ploch bei Koblenz nach Dortmund. Ein Engagement, das in Zukunft weiter ausgebaut wird. Das Dortmunder Unternehmen disponiert Seecontainer in ganz Deutschland und wird künftig, wenn immer möglich oder nötig, Transporte des Tagesgeschäfts mit Lieferungen für die Tafel verbinden.
„Wir disponieren Touren über unsere Speditionskontakte und versuchen unsere Transporte mit Lieferungen für die Tafel nahtlos zu verknüpfen, sodass wir regelmäßig Waren kostenfrei für die Tafel transportieren können“, erklärt Tafel-Beirat und Geschäftsführer Bloedorn Container, Mathias Weber.

„Da wir nun größere Warenmengen transportieren können, ist es natürlich notwendig, den entsprechenden Lagerplatz dafür zu haben,“ erklärt Ansgar Wortmann, Betriebsleitung Tafel Dortmund. Dafür gibt es jetzt eine Lösung. Auf dem Gelände der Atlas Schuhfabrik stellte Hendrik Schabsky, CEO von Atlas und ebenfalls im Tafel-Beirat, einen Sattelzug-Umschlagplatz, Lagerräume für 150 Europaletten und zusammen mit Bloedorn Container zwei 40-Fuß große Kühlcontainer zur Verfügung. Drei weitere Kühlcontainer auf dem Gelände sind in Planung. In einen dieser Kühlcontainer passen etwa 20 Europaletten tiefgekühlte Waren. Insgesamt bietet das Umschlagslager bei Atlas damit Lagerfläche für acht bis neun große LKW-Ladungen. Platz für weitere 36 Europaletten Trockenwaren bekam die Tafel in Form von zwei Wechselbrücken auf dem Gelände an der Osterlandwehr kostenlos von Bloedorn Container zur Verfügung gestellt. Die Container ergänzen das Handlager der Tafelzenrale.

„Mit diesem Lagerplatz können wir jetzt ganz andere Mengen direkt bei Zentrallägern und von Herstellern abholen und verteilen. Das ist von einer einzelnen Tafel und mit 7,5 Tonnen-Lieferwagen überhaupt nicht zu stemmen. Hersteller wollen, dass die Ware, die sie uns anbieten, schnell und unkompliziert ihr Lager verlässt, sodass sie weiter produzieren können“, sagt Olaf Watermann, verantwortlich für Logistik bei der Tafel.
Genau das ist die große Herausforderung für einen Logistiker bei der Tafel. „Über zu wenig Warenangebot können wir uns nicht beschweren. Es ist eher so, dass wir immer wieder größere Mengen Waschpulver, Tiefkühlwaren, Tee oder Kekse angeboten bekommen. In der Vergangenheit mussten wir diese Angebote auch immer mal wieder ablehnen, weil wir einfach nicht die Transport- und Lagermöglichkeiten hatten. Das ärgert mich persönlich dann ganz besonders“, so Watermann. „Unsere Arbeit ist oft nicht genau planbar und wir müssen in der Lage sein, spontan auf Angebote von Herstellern zu reagieren und Waren dann wiederum an andere Tafeln weiterverteilen ohne dabei große Kosten zu verursachen. Das gelingt mit tatkräftigen Partnern.“

Über drei Monate soll nun die Pilotphase in Dortmund dauern, um am 30. September eine Zwischenbilanz ziehen können. Dann wollen die Partner zusammen evaluieren, welche Kosten durch Logistik und Lagerhaltung entstanden sind. „Wir wollen schauen, an welchen Stellschrauben wir noch drehen können, und die Erfahrungen an andere Tafeln weitergeben“, sagt Dr. Horst Röhr, 1. Vorsitzender Tafel Dortmund.

Aufbau der beiden Kühlcontainer durch das Team der Firma Bloedorn Container.
 Olaf Watermann (Logistik) und Volker Geißler (Betriebsleitung) von der Dortmunder Tafel nehmen die Waren in den neuen Wechselbrücken entgegen.
Autor:

Lokalkompass Dortmund-Ost aus Dortmund-Ost

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