Historischer Verein Huckarde gründet sich im Oktober und ist bereits sehr aktiv
Huckarder Historie in Kalenderblättern

Sie freuen sich über die Erstauflage und präsentieren stolz den Historischen Kalender 2020 für Huckarde (hinten, v.l.): Peter Henning, Frank Führer, Dieter Eichmann, Thomas Bernstein sowie (vorne) Günter Spranke. Foto: Nolte
  • Sie freuen sich über die Erstauflage und präsentieren stolz den Historischen Kalender 2020 für Huckarde (hinten, v.l.): Peter Henning, Frank Führer, Dieter Eichmann, Thomas Bernstein sowie (vorne) Günter Spranke. Foto: Nolte
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Noch bevor sich der Historische Verein Huckarde Ende Oktober gründen wird, haben sich dessen künftige Mitglieder schon jetzt für die Geschichte des Stadtbezirks stark gemacht: Ab sofort ist ein Historischer Kalender für das Jahre 2020 erhältlich, der mit Fotos und Texten an alte Huckarder Zeiten erinnert.

Zusammen mit dem Stadtbezirksmarketing hat der künftige Historische Verein den Kalender in einer Auflage von 1500 Stück produziert. „Dieser Kalender nimmt uns mit auf eine Reise in Bildern und Geschichten, zurück in die wechselvolle Vergangenheit unserer Heimat“, heißt es auf dem Deckblatt – und der Kalender hält, was er verspricht. Monat für Monat finden sich fotografische Erinnerungen an markante Huckarder Schauplätze von der kleinen evangelischen Kirche über die Post in der Altfriedstraße bis zur Hufschmiede in der Marienstraße. Kurze Texte erläutern die Motive und führen zurück in vergangene Jahrhunderte. Eine Huckarder Ur-Flurkarte von 1830 und aktuelle Fotos vom heutigen Huckarde, die die historischen Standorte aufgreifen, runden den Kalender ab.

Gestaltung und Layout stammen von Dieter Eichmann, die Texte aus der Feder von Peter Henning und Günter Spranke. Mit anderen Mitstreitern wie Thomas Bernstein, Christian Oecking, Claudia Brückel oder Frank Führer zählen sie den engagierten Huckardern, denen die Historie des Stadtbezirks am Herzen liegt. „Geschichtsinteressierte Menschen müssen sich jetzt kümmern, um Dinge zu erhalten“, beschreibt es Günter Spranke. Durch den Generationswechsel und die Überalterung vieler Vereine gerät einiges in Vergessenheit, alte Relikte wie Protokollbücher, Pokale oder Fahnen werden herrenlos.

Historischer Stammtisch am 19.9.

Hier setzt auch der Historische Verein Huckarde an, der sich sogar die Gründung eines Museums vorstellen kann. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Erst einmal gilt es, den Verein offiziell ins Leben zu rufen. Was bislang mit den historischen Stammtischen nur informellen Charakter hatte, soll bei der Gründungsversammlung Ende Oktober auch in Vereinsform gegossen werden. „Dabei wollen wir zugleich offen bleiben für alle geschichtsinteressierten Huckarder, die sich nicht in einem Verein engagieren wollen. Daher wird es künftig keine Versammlungen, sondern weiterhin offene Stammtische geben“, erklärt Dieter Eichmann. Über Details wie Satzung und Beiträge will man beim nächsten Stammtisch am 19. September sprechen – Interessierte sind herzlich willkommen.

Aktuell sind es 27 Personen, die den Verein gründen wollen und bereits einige Ideen haben, wie man sich künftig für die Historie der Huckarder Stadtteile einsetzen kann. „Dazu zählen Vorträge, Veröffentlichungen und Begehungen ebenso wie die Mitwirkung an der Altstadtgestaltung oder die Beteiligung an der Bürgerwoche, etwa mit einem Historischen Abend“, erzählt Thomas Bernstein. Eigene Räumlichkeiten und die Pflege einer eigenen Homepage stehen ebenfalls auf der Agenda. Eng möchte man mit Stadt und Verwaltung zusammenarbeiten. Dass aus der Widmung für Bischof Altfrid im Straßennamen eine „Altfriedstraße“ wird, wäre für Peter Henning dann auch Vergangenheit: „Dann passiert so ein Lapsus nicht mehr.“

Kalender auch in Australien gefragt

Mit dem Historischen Kalender hat der künftige Verein schon jetzt ein erstes Produkt seines Schaffens vorgelegt, „weil die Leute Kalender für das nächste Jahr oft schon im Sommer kaufen“, meint Thomas Bernstein. Fünf Euro werden als Schutzgebühr erhoben. „Mit dem Kalenderkauf unterstützt man zugleich unseren Verein und ideell auch unserer Idee“, freut sich Günter Spranke, der sich vorstellen kann, im Historischen Verein Huckarde künftig den Vorsitz zu übernehmen. Eine zweite Auflage des Kalenders machen die Organisatoren davon abhängig, wie viel Anklang die Premiere für 2020 findet. Vorstellen können sich alle Beteiligten, daraus eine kleine Tradition zu entwickeln – „dann auch gerne mit historischen Fotos, die die Huckarder vielleicht noch zuhause aufbewahren“, so Dieter Eichmann.
Darüber freuen würden sich dann vielleicht auch Menschen, die tausende Kilometer entfernt von Huckarde wohnen. Drei aktuelle Kalender wird Peter Henning in diesen Tagen nach Australien schicken. Dort leben die Nachfahren der jüdischen Kaufmannsfamilie Baum, die Ende des 19. Jahrhunderts an der Marienstraße ein Colonialwaren-Geschäft betrieb und an die der Historische Kalender erinnert.

Info:
• Der Historische Kalender ist erhältlich an folgen Orten: Bäckerei und Konditorei Wulf, Rahmer Straße 33; Optik Krämer, Rahmer Straße 10; Buchhandlung Seitenreich, Huckarder Straße 352; Stift und Papier, Rahmer Straße 3 sowie Zahnarztpraxis Spranke, Altfriedstraße 9.
• Der nächste historische Stammtisch findet am 19. September ab 18 Uhr in der Markt-Schänke, Rahmer Straße 5, statt.
• Weitere Infos rund um den künftigen Historischen Verein Huckarde online unter www.historischer-verein-huckarde.de.

Autor:

Dietmar Nolte aus Dortmund-West

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