Zukunftstechnologie?
LINKE wollen Wasserstoff-Strategie in Dortmund

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN fordert die Verwaltung zur Offenlegung ihrer Wasserstoff-Strategie auf. „Wir sind der Überzeugung, dass die Wasserstoff-Technoligie als möglicher Zwischenspeicher für erneuerbare Energien eine Zukunftstechnologie darstellt“, meint Fraktionssprecher Utz Kowalewski. Daher hat die Fraktion eine Anfrage an die Verwaltung formuliert. Diese soll im nächsten Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften (AFBL) vorgelegt werden – Hintergrund ist, dass sämtliche Energiebeteiligungen Dortmunds bei den Dortmunder Stadtwerken (DSW) angesiedelt wurden.

Die Deutsche Kohlekommission hat ebenfalls den Einstieg in eine Wasserstoff-Strategie als Kernstück der Energiewende in Deutschland empfohlen. Die Bundesregierung hat inzwischen einige Ideen dazu entwickelt und auch projektbezogene Fördergelder zur Verfügung gestellt, beispielsweise für ein Pilotprojekt der STEAG in Völklingen. „Die Nutzung/Verbrennung von Wasserstoff erzeugt keine weiteren schädlichen Emissionen, so dass sich dieser auch zur Nutzung innerstädtisch anbietet, um die Belastungen für die Bevölkerung weiter zu reduzieren“, so Kowalewski.

DSW21 haben im vergangenen Jahr im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AUSW) aber dargestellt, dass die Nutzung von Wasserstoff ohne Erzeugungsquelle in unmittelbarer Nähe von Dortmund für die Busflotte von DSW21 nicht in Betracht kommt. Die ökologischen Transportkosten beispielsweise durch mit Diesel betriebene Tankwagen würden den Nutzen wieder aufzehren. Für eine emissionsfreie Nutzung von Wasserstoff im Rahmen des neuen Nahwärmenetzes von DEW21 gilt ähnliches.

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN hatte daher den Antrag gestellt, den genehmigten aber stillgelegten Kraftwerksstandort der STEAG in Lünen für eine solche Erzeugungsplattform zu nutzen. Der AFBL hat sich diesem Prüfwunsch mit großer Mehrheit seinerzeit angeschlossen. Eine Antwort der STEAG ergab, dass eine Nutzung des Standortes Lünen zwar möglich und sinnvoll sei, dies aber Investitionen der öffentlichen Hand erfordern würde, um die Voraussetzung für eine Nutzung als Wasserstoffhub zu schaffen. „Eine Bitte unserer Fraktion an die Dortmunder Verwaltung, sich mit der Verwaltung der Stadt Lünen zu beraten, inwieweit es möglich ist, diese Voraussetzungen zu schaffen, blieb aber ergebnislos“, bedauert der Linkensprecher.

„Umso wichtiger ist es, dass die Stadt Dortmund ihre Planungen – sofern sie überhaupt existieren – für die Politik offen legt. Wir erwarten hier nicht nur eine detaillierte Beantwortung unserer Anfrage, sondern im Weiteren auch eine diskussionsfähige Beschlussvorlage, um den weiteren Weg Dortmunds bei dieser wichtigen Zukunftsfrage gestalten zu können. Wir können es uns nach der Auffassung der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN nicht erlauben, beim Thema Wasserstoff den Anschluss an die Entwicklungen zu verlieren“, ist der Fraktionssprecher der LINKEN & PIRATEN Utz Kowalewski überzeugt.

Autor:

Claudia Behlau aus Dortmund-Ost

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