Immer Freitags: Schülerdemos in Düsseldorf gehen weiter
Blau machen für eine grüne Zukunft - Für das Klima gegen jede Kritik

"Fridays for Future" unter diesem Motto gehen Schüler Freitags auf die Straße, um gegen die aktuelle Klimapolitik und für den Umweltschutz zu demonstrieren. Das bleibt nicht unbemerkt und auch die Kritiker werden lauter.
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  • "Fridays for Future" unter diesem Motto gehen Schüler Freitags auf die Straße, um gegen die aktuelle Klimapolitik und für den Umweltschutz zu demonstrieren. Das bleibt nicht unbemerkt und auch die Kritiker werden lauter.
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Auch in Düsseldorf gehen seit Wochen Schüler freitags während der Unterrichtszeit auf die Straße, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu demonstrieren. Doch die Kritik an der Fridays-for-Futur-Bewegung wächst.

Sie sind noch nicht mal Volljährig - Schüler eben - doch trotzdem (oder gerade deswegen) schlägt ihnen eine Welle der Kritik entgegen. Es geht um die jungen Klimademonstranten, die ihren Unmut über die aktuelle, ihrer Ansicht nach misslungene, Umweltpolitik äußern - auch hier in Düsseldorf. Die erste Demo in der Landeshauptstadt fand noch in den Weihnachtsferien statt. Damals unter dem Motto: „Das Klima macht keine Ferien.“

Seither kommen immer mehr zu den Demonstrationen am Freitag, zuletzt waren es hunderte Schüler, die sich zunächst vor dem Rathaus versammelten, um dann zum Landtag zu ziehen. Dafür versäumen sie ihren Unterricht.

Genau deswegen wird die Fridays-for-Future-Bewegung auch scharf kritisiert. Allen voran von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Der erklärte unlängst, dass er es glaubhafter fände, wenn die Schüler ihre Freizeit für die Demonstrationen opfern würden. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) erinnerte: „Die Schulpflicht gilt.“ Schulschwänzern würden Sanktionen drohen. In gleicher Weise reagierte Ende vergangener Woche auch das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen.

Hannah und Vanessa sind zwei Schülerinnen aus Düsseldorf, die an der Freitagsdemo teilnehmen. Machen sie einfach nur blau? "Nein!", erklären die beiden. Wenn das jemand so macht, dann hätten sie dafür kein Verständnis und auch nicht dafür, "dass die Politik wirtschaftliche Ziele der Umwelt vorzieht." Annika ist extra aus Monheim nach Düsseldorf gereist. "Ich möchte mein Demonstrationsrecht wahrnehmen", erklärt sie und gibt zu: "Man wird von vielen Seiten bedrängt." Eltern, Lehrer, Schulleiter und auch die Öffentlichkeit machen es den Demonstranten manchmal nicht leicht.

"Es geht um unsere Zukunft"

Wen man auch fragt, an diesem Freitag wirken die Schüler ernsthaft engagiert und immer wieder hört man den prägnanten Satz: "Es geht um unsere Zukunft." Hannah ergänzt: "Ich verstehe nicht, warum die Menschen und Generationen vor uns, nicht für die Umwelt und das Klima auf die Straße gegangen sind." Sie und ihre Mitstreiter wollen "wachrütteln und aufklären". Und indem sie das genau während der Schulzeit tun, bekommen sie die Aufmerksamkeit, die sie für ihr Vorhaben brauchen. Es scheint nicht so, als wäre da eine Gruppe Blaumacher freitags auf den Düsseldorfer Straßen unterwegs, sondern junge Menschen, die sich für etwas wichtiges Einsetzen - ihre Zukunft.

Kritik üben können nicht nur die Politiker, sonder auch die Schüler. Lukas aus Düsseldorf eröffnet die Freitagsdemo mit einer Ansprache: "Wir demonstrieren wieder, wir sind wieder laut, weil wir wollen, dass sich etwas verändert!", ruft er ins Mikrofon. Es würde viel herumgeredet aber nichts passieren und: "Der Klimawandel wird nicht als Bedrohung wahrgenommen und das ist falsch. Deswegen stehen wir heute hier."

So fing alles an:

  • Die Schwedin Greta Thunberg (16) hat mit ihrem "Schulstreik für das Klima" die "Fridays-for-Future-Bewegung" begründet.
  • Die Schwedin gab das Motto aus: "Wir können die Welt nicht mehr retten, wenn wir nach den Regeln spielen."
  • Greta schwänzt seit August 2018 jeden Freitag die Schule und sitzt als Zeichen des Protests vor dem Reichstag in Stockholm.
  • Greta Thunberg ist auf der Klimakonferenz aufgetreten und hat die anwesende Polit-Prominenz für ihre lasche Klimapolitik kritisiert.

Lesen Sie auch: 3 Fragen an Klimademonstantin Merle (17)

Autor:

Nina Sikora aus Essen-Ruhr

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