Freundschaft mit Kroatien

„Wir betrachten unseren Besuch in Duisburg als Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten rund um das 20jährige Bestehen des Vereins ‚Freundeskreis der Duisburger Schulen’ und der von ihm initiierten engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Städten“, sagte Davorka Deur, Schulleiterin der Josip-Pupacic-Schule in Omis, beim Empfang durch Bürgermeister Manfred Osenger für die kroatischen Gäste und ihre Gastgeber im Duisburger Rathaus. Die 20köpfige Delegation aus Schülern und Lehrern aus der dalmatinischen Küstenstadt, 20 Kilometer südlich von Split gelegenen, ist vom 13. bis zum 21. Mai 2012 zu Gast bei der Gemeinschaftgsgrundschule Böhmerstraße in Duisburg-Buchholz. Die Jubiläumsfeiern sollen im Laufe des Sommers in Omis beim Gegenbesuch aus Duisburg eine Fortsetzung und den gebührenden Abschluss finden.
Was heute als fröhliche Begegnung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gelebt wird, hatte zu Beginn einen ernsten und traurigen Hintergrund. Es war die Not der Menschen in den vom Balkankrieg gebeutelten Ländern Kroatien und Bosnien-Herzegowina, die Julius Schröder, der vorher Sprotaustausche mit dem ehemaligen Jugoslawien organisiert hatte, 1992 bewog, nicht tatenlos zuzsehen, sondern zu helfen. Er gründete mit engagierten Mitstreitern den Verein „Freundeskreis der Duisburger Schulen zur Unterstützung und zum Wiederaufbau von Schulen in Kroatien, Bosnien-Herzegowina u.a. e.V.“ Die Aktivisten sammelten Schulmobilar, Unterrichtsmaterial, Instrumente und andere dringend benötigte Gebrauchsgegenstände und sandten sie dorthin, wo sie am dringendsten benötigt wurden. Und diese Geschenke sind u.a. in Omis immer noch im Gebrauch, wie Davorka Deur den Gastgebern gegenüber versicherte.
Aus der humanitären Hilfe entwickelte sich schnell ein Austausch von Schülern und jugen Sportlern. In einem Jahr sind die Duisburger zu Gast in Omis, im darauf folgenden Jahr kommen die Omiser nach Duisburg.
Bürgermeister Osenger dankte allen Beteiligten, insbesondere den Lehrern und den Eltern, für ihren zwei Jahrzehnte dauernden Einsatz, ohne den die kontinuierliche und enge Zusammenarbeit nie entstanden wäre. Ganz besonders hob Bürgermeister Osenger die Rollen von Davorka Deur in Omis und Julius Schröder in Duisburg hervor: „Nur dank des von ihnen beiden zwischen Omis und Duisburg geflochtenen Bandes war es für alle anderen möglich, den Austausch über so lange Zeit zu pflegen. Ihnen gebührt ein ganz besonderer Dank.“

Dieser Text oben stammt - das sollte ich an dieser Stelle fairerweise zugeben - nicht aus meiner eigenen Feder. Ich habe ihn so übernommen, wie ich ihn von der städtischen Pressestelle übernommen habe.

Autor:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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