Kolumne Köhler

Köhler stellen Holzkohle her. Dazu wird Holz in einem Kohlenmeiler verschwelt. Die Köhlerei ist eine der ältesten Handwerkstechniken der Menschheit.

Baerlerfeld ist eine - zugegebenermaßen fiktive - Gemeinde am linken Niederrhein. Sie gilt als "graue Insel" in einer ansonsten wunderschönen, weil "grünen" Landsch  undaft.

"Wir haben zu viele Köhler hier in der Gegend," behauptet Krimhild, Umweltschützerin und ökologisch-feministische Lokalpolitikerin. "Diese Engel mit einem B davor haben die lokale Energiewende völlig falsch verstanden. `Weg vom Atom - Kohlestrom´ forderten wir Umweltschützer lange Zeit. Natürliche Kohle gibt es bei uns leider schon lange Zeit nicht mehr. Und was machen diese Unholde und Böslinge in dieser Situation? Genau: Holzen alles ab, was man nur abholzen kann und verwandeln es in Kohle. Sie wissen aber doch selbst, wie es ist: Es dauert Jahrhunderte, bis ein Millimeter Holz nachgewachsen ist. Manche Köhler forschen heute, wie man Gras, Blumen, Obst und Gemüse in Kohle verwandeln kann."

Den Beruf des Flößers reaktiviere und Baumstämme aus anderen Teilen NRW`s, wenn nicht gar Deutschlands herbeischaffen,  geht nicht - Flüsse wie Rhein, Ruhr und Rur sind zu reißend geworden. Und: "Außerdem ist die Schiffahrtsdichte zu groß," ergänzt Irmingardis, Sozial- und Verkehrsexpertin der Digitalökologen. "Unsere Wirtschaftspolitik der letzten Jahre war ein Fehler. Wir hätten nicht historische Berufe wiederbeleben sollen..."

Autor:

Felicia Rüdig aus Duisburg

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