Kolumne: Numismatik in Meerbusch

Die Numismatik ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Geld und seiner Geschichte. Sie wird landläufig auch Münzkunde genannt.

Meerbusch heißt eine Kleinstadt in unmittelbarer Nähe zur nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Sie gilt als reichste und wohlhabendste Kommune des westdeutschen Bindestrich-Bundeslandes.

Was allerdings auch nicht von ungefährt kommt. "Wir haben ein attraktives Wohnangebot für dei Ministerialbürokratie und Lobbyisten aus Düsseldorf geschaffen," berichtet Tobias, der erst 25jährige Bürgermeister. "Viele der luxuriösen Villen in unseren ländlich geprägten Stadtteilen. Alle haben  `Arbeitszimmer´ für plauschige Vier-Augen-Gespräche . Die gute Finanzlage unserer Stadt hat es ermöglicht, den diskreten, unauffälligen Teil der Landespolitik in unsere Stadt zu verlagern. Nirgendwo sind Arbeitsräume so billig wie bei uns. Wir sind Deutschlands Hauptstadt des Lobbyismus."

Daß Meerbusch so ganz nebenbei auch Deutschlands Hauptstadt der Münzkunde wurde, hat mit dem dezenten Aufschwung des Baugewerbes zu tun. "Wir haben die Bausünden der `50er bis `70er Jahre beseitigt," berichtet Florian, Bau- und Ordnungsdezernent. Der 35jährige Architektur- und Stadtplanungsstudent berichtet: "Beim Abrihß der Hochhäuser entdeckten wir nicht nur größere Mengen deutscher und ausländischer Währungsbestände. Die hat unsere örtliche Dependance der Bundesbank bekommen. Unsere städtischen Bodenarchäologen fanden bei Grabungen im Bauboden auch immer wieder Münzen aus römischer, germanischer, fränkischer und späterer Zeit. Unser Stadthistorisches Museum übernahm diese historischen Funde. Als das bekannt wurde, sind viele Bürger - auch aus dem Umland - zu uns gekommen und haben ihre Schätze bei uns abgegeben. Sogar Falschgeld und Spielgeld war dabei."

Deutschlands größte der Öffentlichkeit zugängliche numismatische Sammlung ist inzwischen in einem umgebauten Handwerksbetrieb untergebracht. "Diese Investition in eine Touristenattraktion hat sich gelohnt" ist in der Bevölkerung inzwischen anerkannt. Die Besucher strömen schließlich inzwischen von weither und bringen noch mehr Wohlstand in die niederrheinische Ortschaft.

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