Schokoladen-Philosophie

Wer dieser Tage durch die Straßen zieht, letzte Pappröhrchen von Silves­terknallern wegkickt und über aus dem Fenster gestürzte Nadelbäume stolpert, gewinnt die Erkenntnis, dass die Zeit der Schokoladen, Kekse und Pralinen, Gebäck und knallender Sektkorken endgültig vorbei ist. Heimgekehrt, knurrt abermals der Magen. Was will er? Schon wieder Schokolade?

Die vor Kurzem noch prall gefüllten Vorratsschränke sind leer – doch, Halt! Da war noch was. Der Schoko-Santa Claus, der nicht weg ging an Nichten und Neffen. Viel leidenschaftsloser wird er nun aufgeknackt, an den Füßen zuerst – Oder am Kopfe? Eine Frage, die die Gesellschaft zu spalten in der Lage ist – durchaus.

Und die Schokohasen klopfen schon an der Supermarktpforte. Wie geht‘s Meister Lampe an den Kragen? Zerbeißen wir erst des Hakenschlagers Hinterläufe oder zerdrücken wir seine Ohren? Der Genuss der Schokolade nötigt zur Gewalt. Wer trägt Schuld? Der sie einpackt oder der sie formt? Halten wir‘s mit Kant und seinem kalorischen Imperativ? Oder ist Schokolade der unbewegte Beweger?
Gedacht, da ist er weg!

Autor:

Harald Landgraf aus Gelsenkirchen

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