"Die halbe Stadt hat hier gefeiert"- Rettet die Montana-Ranch

Bleibt die Ranch Geisterstadt? Foto: Hannes Kirchner
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Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die Sioux-Montana-Ranch der Familie Wiesner geschlossen werden musste. Sicherheits- und Brandschutzmängel sind der Grund. Nun wurde eine Rettungsinitiative ins Leben gerufen.

Wichtiges erstes Standbein der Initiative zur Rettung der Montana-Ranch ist die Website auf der sich interessierte Bürger und Bürgerinnen, sowie Freunde der Ranch an einer Online-Petition beteiligen können. Darin heißt es: „Die Sioux-Montana-Ranch in Duisburg-Rheinhausen ist seit vielen Jahrzehnten ein beliebtes Ausflugsziel und eine kulturelle Einrichtung der Stadt, die weit über die Grenzen Duisburgs hinaus bekannt ist. Aufgrund baulicher, offensichtlich vorrangig brandschutztechnischer Mängel, ist die Ranch durch die Bauordnungsbehörde geschlossen worden. Das Werk der Familie Wiesner und des Clubs stehen vor dem Aus.“

Um die Aktion zu unterstützen, kann man die Petition online unterzeichnen. Ziel ist es, mit der Unterstützerliste auch Politik und Verwaltung davon zu überzeugen, dass die Montana-Ranch es wert ist, erhalten zu werden.
Ins Leben gerufen hat die Aktion der Journalist Mathias Tilgner, ehemals Rheinhauser Bürger und Freund der Ranch. Über 360 Unterschriften habe man bei Facebook gesammelt, berichtet er, und die Online-Petition hätten über 220 Leute unterzeichnet.
„Wenn wir nur zehn Prozent der Unterzeichner dafür gewinnen können zu helfen, hätten wir einen großen Schritt nach vorne gemacht“, erklärt Tilgner. Ziel sei es nämlich nicht unbedingt, nur einen einzigen Sponsor zu finden, sondern: „Wir versuchen, den Verein Sioux-Club Montana e.V. wieder zu beleben, um die künftigen Verpflichtungen auf mehrere Schultern verteilen zu können.“

Traditionell packen die Vereinsmitglieder hier mit an. Zurzeit ist der Club um Erich „Fuzzy“ Wiesner (79) allerdings stark geschrumpft.
Auf dem Portal www.sioux-montana-ranch.de ist es möglich, sich voranzumelden, um die Familie Wiesner eventuell handwerklich, konzeptionell, finanziell oder in Sachen Vereinstätigkeit künftig zu unterstützen.
Abgewartet werden muss nun das Brandschutzgutachten des Bauordnungsamtes. Zu erwarten ist, dass beispielsweise der Saloon bemängelt wird, weil kein zweiter Ausgang als Fluchtweg vorhanden ist. Und für die Feuerwehr müssen Wege frei gemacht werden, damit im Notfall ein Löschfahrzeug und ein Rettungswagen gleichzeitig aufs Gelände können. Über Kosten kann noch keine Aussage gemacht werden.
Tilgner hat den Eindruck, dass der Erhalt gewollt werde. Das Bezirksamt Rheinhausen habe schon Hilfe zugesagt. „Ich glaube wir rennen sämtliche, offene Türen ein“, so der Journalist. „Deswegen bin ich zuversichtlich. Die halbe Stadt hat schon in der Ranch gefeiert, selbst die Feuerwehr.“

Bleibt die Ranch Geisterstadt? Foto: Hannes Kirchner

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