Ohne eigenes Auto mobil
GRÜNE im Großraum Düsseldorf stellen gemeinsame Mobilitätsstrategie vor

Im Rahmen eines Grünen regionalen Mobilitätsgipfels in Düsseldorf haben die Vertreterinnen und Vertreter der grünen Rats- und Kreistagsfraktionen aus Düsseldorf, Duisburg, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann Ziele für eine gemeinsame Mobilitätsstrategie definiert.

“Wir wollen, dass die Menschen im Großraum Düsseldorf ohne eigenes Auto mobil sein können”, sagt Mirja Cordes, verkehrspolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion Düsseldorf. “Die ambitionierten Ziele der Kommunen brauchen eine regionale Entsprechung. Bis 2030 sollen mindestens doppelt so viele Wege in der Region mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt werden. Dafür wollen wir nachhaltige Verkehrskonzepte umsetzen, die zuverlässige, bequeme Mobilität ohne Brüche und ohne lange Planung für Alle ermöglichen. Obwohl die Region im Großraum Düsseldorf als Lebens- und Wirtschaftsraum mit starken Pendler*innenströmen eng verflochten ist, gibt es aktuell keine gemeinsame Wahrnehmung, keine gemeinsame Mobilitätsstrategie, keine einheitliche Taktung. Das wollen wir ändern.”

Michael Kleine-Möllhoff, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Rat der Stadt Duisburg, führt aus: “Die unterschiedlichen Takte zwischen dem Ruhrgebiet und der Region Düsseldorf führen zu unnötigen Fahrtzeitverlängerungen. Wir müssen die Nahverkehrsplanung regional denken und synchronisieren. Das bedeutet, dass die Städte und Kreise der Region gemeinsame Kriterien und Qualitätsstandards erarbeiten. Das gilt natürlich auch für Radwegeverbindungen, denn durch den massiven Zuwachs an E-Bikes hat sich der Radius für Radfahrer*innen stark erweitert. Dies ist sowohl für die Freizeitmobilität als auch Pendelverkehre von hoher Bedeutung.“

Neben langfristigen Infrastrukturprojekten im Bereich des S-Bahn- und Straßenbahnnetzes, dem Ausbau von On-Demand-Systemen und regionalen Sharing-Diensten sehen die GRÜNEN Möglichkeiten, einige Verbesserungen bereits kurzfristig umzusetzen. Michael Kleine-Möllhoff, führt dazu aus: “Eine zügige Umsetzung der Ratinger Weststrecke ist gerade für die Verbindung des Neubaugebietes 6-Seen-Wedau nach Düsseldorf wichtig. Neue Schnellbuslinien - auch als Zwischenlösung - können zügig eingerichtet werden, da hierfür kein Aufbau einer eigenen Infrastruktur nötig ist. Deswegen wollen wir solche Linien schnell ausbauen und im Takt verstärken.”

Und auch für den Tarifdschungel in der Region schlägt Mirja Cordes eine schnelle Lösung vor, bis es mittelfristig zu einem attraktiven Ticketangebot für Pendlerinnen und Pendler kommt: “Als ersten Schritt wollen wir den Preissprung zwischen den Preisstufen A und B abschmelzen, was eine große Erleichterung für die Menschen der Region darstellt, gerade in Zeiten von steigenden Energiepreisen.”

Autor:

Ariela Çataloluk (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) aus Duisburg

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