DU.MINT - dumme Fragen, kluge Antworten - Preisträger wurden ausgezeichnet

Sieger und Ausrichter sind zufrieden mit dem Ergebnis
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  • Sieger und Ausrichter sind zufrieden mit dem Ergebnis
  • hochgeladen von Harald Molder

Sechs aus 650 - wer denkt, das sei eine neue Variante des Lottospiels, der irrt. Sechs steht für die sechs besten "dummen" Fragen rund um die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Stolz blicken die Sieger und Ausrichter auf dem Foto in die Kamera.

Wir sehen v.lks.: Jonas Gaide (4. Platz), Klaus Wulfert (DU.MINT-Projektteam), Alexa Krause (2.Platz), Deniz Akkurt (6.Platz), Ralf Meurer (GFW-Geschäftsführer), Carla Witthüser (3.Platz), Raphael Mandel (4. Platz), Caroline Rieger (DU.MINT-Projektteam), Michael Faridun Stankowski (1.Platz), Annegret Angerhausen-Reuter (DU.MINT-Projektteam) und das DU.MINT-Projektmaskottchen Dummy alias Johannes Hawranek.

650 ist die Summe der beim zdi-Zentrum Duisburg Niederrhein in rund einem Monat eingereichten Fragen. Gestellt wurden diese von Fünft- bis Neuntklässlern, die schon immer eine Antwort darauf wissen wollten.

Spaß und Freude an MINT geweckt

Das DU.MINT-Projektteam - Caroline Rieger, Klaus Wulfert, Manfred Heise und Annegret Angerhausen-Reuter - zeigte sich begeistert von der Resonanz der Kinder und Jugendlichen. "Als wir uns Anfang April mit unserem Projektmaskottchen Dummy im Forum aufstellten, um unser Projekt publik zu machen und die ersten Fragen 'einzufangen', waren wir wirklich überwältigt von der großen Neugierde, die unserem Projekt von Seiten der Fünft- bis Neuntklässler entgegengebracht wurde", erinnert sich Rieger.

Der Dummy, der mit Unterstützung von Projektförderer Sinalco seinen großen Auftritt Anfang April im Forum hatte, zog gar so viele in seinen Bann, dass das DU.MINT-Projektteam am Ende des Tages die Einkaufsmall mit einer über zweihundertfach bestückten Zettelbox verließ.

Spaß und Freude an den MINT-Fächern zu wecken, ist das Ziel von DU.MINT, dem neuesten Projekt des zdi-Zentrums Duisburg Niederrhein, dessen Träger die Universität Duisburg-Essen (UDE) sowie die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg ist. "Schließlich benötigen wir in Duisburg Fachkräfte in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen.

Da durch den demografischen Wandel die Nachfrage im MINT-Segment weiter steigen wird, haben wir uns entschlossen, mit zahlreichen Projekten dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen. Nun gilt es, nachhaltig am Ball zu bleiben, um Fachkräfte von morgen zu gewinnen und damit den Wirtschaftsstandort Duisburg auch perspektivisch zu stärken", betont GFW-Chef Ralf Meurer.

Das Projekt "DU.MINT - dumme Fragen, kluge Antworten" setzt da an, wo Kinder und Jugendliche oft den Spaß an MINT-Themen verlieren. "Wir ermuntern dazu, vermeintlich dumme Fragen zu stellen, denn nur durch Fragen wird Innovation und Zukunft möglich!", so der Wirtschaftsförderer.

Vielfalt an Fragen und Fragenden

Eine Jury aus Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft wählte die besten, vermeintlich dummen Fragen aus. Achim Winkler, Direktor des Zoo Duisburg und eines der Jury-Mitglieder, erinnert sich, dass die Auswahl ob ihrer Bandbreite ein schwieriges Unterfangen war: "Zwei Fragen aus vollkommen unterschiedlichen Bereichen waren beispielsweise derart gleichwertig, dass es keinen fünften, sondern zwei Viertplatzierte gibt."

Winkler fand es "richtig spannend", zu lesen, "welche tiefgründigen Gedanken sich die Kinder machen. Oft sieht man die Dinge nur mit seinen eigenen Augen, nur von seiner eigenen Profession her. Die Kinder zeigen einem eine andere, nämlich ihre eigene Gedankenwelt auf. Davon profitieren schlussendlich alle."

Die beste "dumme" Frage stand für die Expertenjury schnell fest. "Warum kann man das Ozonloch nicht stopfen?" fragt sich der Sechstklässler Michael Faridun Stankowski von der Gesamtschule Duisburg Mitte. Die zweitplatzierte Fünftklässlerin Alexa Krause, Gymnasium Rheinkamp Europaschule Moers, treibt die Frage um, ob man mit einem Flugdrachen Strom erzeugen kann und die Drittplatzierte Karla Witthüser, Sechstklässlerin am Steinbart-Gymnasium, beschäftigt die Frage, ob Tiere Selbstmord begehen können.

Den vierten Platz teilen sich der Siebtklässler Jonas Gaide und der Achtklässler Raphael Mandel. Jonas fragt sich, warum alte Menschen Falten bekommen und Raphael will unbedingt in Erfahrung bringen, wie viele Megapixel das Auge hat. Last, but not least, erhält Landfermann-Gymnasiast Deniz Akkurt für seine philosophisch erscheinende Frage "Was ist Technik?" den sechsten Platz.

Fragen zahlt sich aus

Erst- bis Sechsplatzierte dürfen sich über Geldpreise freuen - und zwar jeweils für sich und die Klassenkasse. So ist der erste Preis mit je 600 Euro dotiert, der zweite mit je 400 Euro, und der dritte mit je 200 Euro. Der vierte bis sechste wird mit je 100 Euro für den Fragesteller sowie für die Klassenkasse belohnt. Außerdem erhalten alle preisgekrönten Mädchen und Jungen ein vom Zoo Duisburg gesponsertes Tagesticket für den Tierpark.

Nach der Abschlussveranstaltung geht's erst richtig los

Mit der Prämierung und feierlichen Abschlussveranstaltung von "DU.MINT - dumme Fragen, kluge Antworten" ist zwar der Fragen-Wettbewerb, nicht jedoch das Projekt beendet. Vielmehr gehen die Fragesteller nun gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft ihren Fragen auf den Grund. Schließlich gilt es, soweit wie möglich, kluge Antworten darauf zu finden.

Die Fragen der erst- bis sechsplatzierten Mädchen und Jungen sowie, perspektivisch, auch weitere Fragen, sollen in Workshops beantwortet werden, die jeweils auf die entsprechende Frage zugeschnitten sind. Die drittplatzierte Carla Witthüser darf sich so beispielsweise auf einen Workshop im Zoo im Kreise ihrer Freundinnen und Freunde freuen. "Voraussichtlich im Juli 2011 wollen wir dann den Kindern erklären, warum Tieren im Gegensatz zu Menschen Selbstmorde wesensfremd sind", kündigt Winkler an.

Die spannenden Ergebnisse dieser Zusammenkunft sowie anderer Workshops werden veröffentlicht in "DU.MINT", der Zeitung des zdi Zentrums DU.MINT Duisburg-Niederrhein. Hierbei wirken Schülerinnen und Schüler aktiv als Reporter mit und beherzigen die Losung der Sesamstraße "Wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt bleibt dumm" beherzigen.

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