Klasse Spiel der Roten Teufel ohne Happy End

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Play-off-Viertelfinale, Spiel I:

RESG Walsum – ERG Iserlohn 3:4 ( 2:1 )

In einem, bis zur letzten Sekunde umkämpften und hoch spannenden Spiel, unterlag die RESG im ersten Play-off-Viertelfinale der ERG Iserlohn am Ende nur ganz knapp mit 3:4 Toren.
Natürlich waren auch die Sauerländer in Bestbesetzung angereist und zeigten von Beginn an, dass Sie in Walsum nichts zu verschenken haben. Mit aggressivem Pressing begegneten Sie den Roten Teufeln bereits an der Mittellinie und nahmen den RESG-Goalgetter Flávio da Silva zeitweise sogar in Manndeckung.
Die Gäste gingen durch ein kurioses Tor in der 8. Spielminute durch Pereira in Führung. Dieser hatte, einen von RESG-Keeper Tobi Wahlen zunächst abgewehrten Schuss, aus ca. drei Metern Höhe volley ins Netz befördert. Reklamationen der Walsumer wegen zu hohen Spiels blieben erfolglos. Die Antwort der Roten Teufel ließ nicht lange auf sich warten. In der 11. Minute umkurvte der erneut starke Flávio da Silva das ERGI-Tor und narrte Nationaltorhüter Glowka mit einem sehenswerten Bauerntrick, den er mit dem umjubelten Ausgleichstreffer abschloss. Nun wurde auf beiden Seiten verbissen um jeden Meter gekämpft, es häuften sich die Teamfouls, die aufmerksamen Schiedsrichter Schiffmann und Sörensen hatten Schwerstarbeit zu verrichten. In der 18. Minute hatte sich Pedro Queirós außen durchgesetzt und war kurz vor dem ERGI-Tor nur durch ein Foul zu bremsen. Ohne jeden Zweifel entschieden die Referees auf Strafstoss, den Landsmann Flávio gekonnt zum 2:1 für die RESG in die Maschen Schoss. Den in der Folge wütenden Angriffen der Iserlohner, hielt eine aufmerksame Walsumer Abwehr bis zum Halbzeitpfiff stand. Mit großem Applaus wurden die Roten Teufel auf dem Weg in die Kabinen begleitet und es roch nach einer erneuten Überraschung.
Entscheidend für das Spiel waren dann die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit, in denen die Walsumer noch nicht richtig auf dem Feld waren und den Gästen unnötige Freiräume boten. Die abgeklärten Iserlohner nutzten diese Gelegenheiten eiskalt aus und drehten das Spiel durch Treffer von Sebastian Glowka ( 26. Min. ) und Jorge Fonseca ( 29. Min. ).
Glowka vergab dann in der 35. Minute glücklicherweise den ersten „Teamfoul-Direkten“ und setzte die Kugel über das Tor. Die Roten Teufel hofften weiter und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten, der ersehnte Ausgleichstreffer wollte jedoch nicht gelingen. Als Carlos Nunez in der 45. Minute das 4:2 für die ERGI gelang, schien das Spiel gelaufen, allerdings konnte Pedro Queirós postwendend mit einem Weitschuss, der Patrick Glowka durch die Hosenträger rutschte, wieder nachlegen. In der Schlussphase warfen die Roten Teufel dann alles nach vorne, ersetzten mehrfach Torhüter Wahlen durch einen zusätzlichen Feldspieler, blieben jedoch im Abschluss glücklos. Mit viel Mühe konnten die Iserlohner die knappe Führung über die Zeit retten und das erste Spiel für sich entscheiden. Die Walsumer verabschiedeten sich nach einem starken Spiel zwar enttäuscht, aber keineswegs hoffnungslos und erhobenen Hauptes von den fair und zu Recht applaudierenden Fans.
„Es ist immer noch alles möglich“ äußerte sich Trainer Quim Puigvert nach dem Match. „Wir fahren am kommenden Samstag nach Iserlohn um zu gewinnen und wollen ein drittes Entscheidungsspiel erzwingen“. Das wird nicht einfach, zumal Kapitän André Kulossek wegen erneuter Leistenbeschwerden im zweiten Durchgang vorzeitig aufgeben musste und evtl. im Rückspiel ausfällt. Auf dem schweren Weg zum Rückspiel nach Iserlohn, werden die Roten Teufel auf jeden Fall wieder von einem vollen Bus mit Fans begleitet, die die Hoffnung ebenfalls noch nicht aufgegeben haben.

RESG: Wahlen, Brandt, Lemkamp, Chr. Nusch, Kulossek, Queirós (1), Da Silva (2),
Haas, St. Jostmeier, Lukassen

ERGI: P.Glowka, Kost, Bender, Milewski, Nunez (1), S. Glowka (1), Fonseca (1),
Pereira (1), Henke, Rocha

Karten/Zeitstrafen: keine Teamfouls: RESG 14, ERGI: 4

Schiedsrichter: Bernd Schiffmann, Ton Sörensen Zuschauer : ca. 250

Autor:

Harald Quabeck aus Duisburg

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