Debakel im Reeser Hallenbad: SPD-Stadtratsfraktion reagiert empört
"Das ist Betrug an den Wählern!"

Bauausschuss-Mitglied und Bürgermeister-Kandidat Bodo Wißen (SPD) spricht von "Wähler-Betrug". Foto: SPD
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Empört reagiert der Reeser SPD-Fraktionschef Peter Friedmann auf die Mitteilung, dass das Hallenbad weiterhin geschlossen bleibt.

„Wir wurden mal wieder nicht informiert. Dabei ist es laut Gemeindeordnung die Pflicht des Bürgermeisters, uns zu informieren. Erst wurde uns gesagt, das Hallenbad müsse wegen Corona geschlossen bleiben, dann wurde das Millinger Freibad früher als angekündigt wieder geschlossen, das uns als Alternative präsentiert worden war. Mehrmals war es das fehlende Personal, zwischenzeitlich mal die Technik, dann Viren und Bakterien, jetzt sind es Baumängel", zählt Friedmann angefressen auf.

Der Fraktionsvorsitzende fährt fort: "Immer wieder waren es andere oder die Gesamtumstände. Wechselweise wurden wir von der Stadtwerke-Geschäftsführerin Mareike Terlinden oder Bürgermeister Christoph Gerwers abgekanzelt und belehrt, jedoch nie richtig, vollumfänglich und ehrlich informiert. Jetzt reicht es! Bei der kommenden Ratssitzung am Donnerstag werden wir vom CDU-Bürgermeister Aufklärung verlangen. Außerdem behalten wir uns die Beantragung einer Sondersitzung des Betriebsausschusses Bauhof und Bäderbetrieb vor. Das Hallenbad droht ein ähnliches Desaster zu werden wie seinerzeit die Renovierung der Schulgebäude am Westring oder des Stadtwerke-Gebäudes.“

Bauausschuss-Mitglied und Bürgermeister-Kandidat Bodo Wißen (SPD) ist der Auffassung, dass nicht zufällig wenige Tage vor der Kommunalwahl eine Öffnung des Hallenbades verkündet worden sein sei, die nach dem Bürgerentscheid wieder einkassiert wird. „Das ist schlicht Betrug an den Wählerinnen und Wählern! Wenn es stimmt, dass erst letzte Woche die Leckagen entdeckt worden sind, hätte man die Eröffnung nicht vorher verkünden dürfen, ohne zu prüfen, ob überhaupt Wasser ins Becken gelassen werden kann. Ganz offenbar wollte der CDU-Bürgermeister noch kurz vor der Kommunalwahl einen Erfolg in Sachen Hallenbad verkünden, ohne zu wissen, ob er dieses Versprechen überhaupt halten kann. Denn zum Zeitpunkt der Verkündung der Jubelmeldung kann ja kein Wasser im Becken gewesen sein, sonst hätte man ja die Leckagen bereits festgestellt“, so Bodo Wißen.

Pleiten, Pech, "Pannenbad"

Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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