Erste Pläne für Neubebauung des Stadtbadareals in der Bezirksvertretung vorgestellt
50 neue Wohneinheiten an der Vinckestraße

Für das Gelände an der Vinckestraße gibt es nun erste Vorschläge.  | Foto: Debus-Gohl
  • Für das Gelände an der Vinckestraße gibt es nun erste Vorschläge.
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Wohnungen und eine Kita sind für die Fläche des Stadtbads Borbeck geplant Dass eine Sanierung des in 1962 errichteten Stadtbads Borbeck keine wirtschaftliche Alternative darstellt und stattdessen ein Neubau an der Germaniastraße ansteht, ist schon seit Anfang 2018 gemachte Sache. Was aber genau auf dem Gelände an der Vinckestraße geschehen soll, war bis dato unklar. In der Bezirksvertretung IV war Dienstag jetzt ein erster Vorschlag auf der Tagesordnung, der eine vierstöckige Bebauung mit bis zu 50 Wohneinheiten vorsieht.

von Alexander Müller

„Die Planung ist von allen Seiten begrüßt worden“, berichtet Ulrich Schulte-Wieschen, SPD-Fraktionsvorsitzender in der BV IV, von der einhelligen Zustimmung quer durch die Reihen des Gremiums, „eine Wohnbebauung an dieser Stelle ist uns sehr wichtig.“ Und der Bedarf in Essen sowieso enorm: Nach derzeitigen Prognosen werden bis zum Jahr 2030 zusätzliche 8.000 Wohnungen benötigt. Immerhin 50 davon sollen auf dem Gelände des Borbecker Stadtbads entstehen.

SPD und CDU favorisieren Vorlage Nummer zwei

Drei Varianten standen in der Vorlage zur Debatte, ohne vorherige Absprache favorisierten SPD- und CDU-Fraktion die zweite. In dieser Spielweise orientiert sich der Neubau mit maximal vier Stockwerken an den Häusern der Umgebung. Durch eine solche Ausrichtung ließe sich die Sonneneinstrahlung optimal für Solarenergie nutzen und Balkone sowie Terrassen lägen auch günstig. Die drei eigentlichen Gebäudeblöcke würden überhängend auf das Erdgeschoss – das sogenannte „Podium“ – gesetzt und so miteinander verbunden. Im Podium selbst ist ein Quartier angedacht, das die Angebote in Borbeck-Mitte ergänzt, beispielsweise durch Gemeinschaftsräume, ein Café oder sogar eine Kita: „Vorschläge wie Mehrgenerationenwohnen oder eine Kindertagesstätte hatten wir schon an anderen Stellen mitangesprochen“, lobt SPD-Fraktionschef Schulte-Wieschen die Planung, „schließlich haben wir 3.000 Kita-Plätze zu wenig.“

Mehrgenerationenwohnen soll Leute nach Borbeck bringen

Die Idee des Mehrgenerationenwohnens fand bei den Lokalpolitikern ebenfalls großen Anklang: „Das bringt Leute nach Borbeck, die dort einkaufen und für das Mittelzentrum wichtig sind.“
Der bereits vorhandene Spielplatz im Süden des Areals bleibt in allen drei Varianten bestehen, wird in der von der Bezirksvertretung bevorzugten Variante noch erweitert. Tiefgarage und Besucherparkplätze im Norden der Fläche sind ausschließlich über die Vinckestraße erreichbar. Zu Fuß kommt man aber von der Vincke- zur Otto-Brenner-Straße. Zwischen 30 und 50 Prozent der Flächen sind für den öffentlich geförderten Wohnraum vorgesehen.

Entscheidung fällt am 7. November im Ausschuss für Stadtentwicklung

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung (ASP) entscheidet in seiner Sitzung vom 7. November über die Aufstellung des Bebauungsplans und die Beteiligung der Öffentlichkeit. Die BV IV erhebt zwar keine Bedenken, gibt aber noch einige Vorschläge mit auf den Weg: So solle der Stand der Technik berücksichtigt und nach Möglichkeit CO2-neutral gebaut werden. Eine einfache Zufahrt für die Entsorgungsbetriebe Essen ist ein weiterer Wunsch.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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