Konkrete Pläne fürs Schwesternhaus-Gelände an der Laarmannstraße
"Es muss ohne Belästigung für die Anwohner gehen"

Eine Um- oder Folgenutzung des Franziskushauses wäre zu kostspielig. Deshalb sollen auf dem Gelände an der Laarmannstraße nun neue Wohnungen entstehen.
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  • Eine Um- oder Folgenutzung des Franziskushauses wäre zu kostspielig. Deshalb sollen auf dem Gelände an der Laarmannstraße nun neue Wohnungen entstehen.
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Auf dem Areal des ehemaligen Franziskus-Krankenhauses an der Bedingrader Laarmanstraße soll ein Neubaugebiet mit bis zu 110 Wohneinheiten in Geschossbauweise entwickelt werden. Die Pläne sind seit Anfang des Jahres bekannt, nun wurde der Bebauungsplan in der Bezirksvertretung IV besprochen. Anfang November kommt es zur Entscheidung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung (ASP).

von Alexander Müller

Das 2,25 Hektar große Gebiet reicht von der Laarmannstraße bis zur Moosstraße und erstreckt sich über das Gelände des alten, leerstehenden Mutterhauses der Franziskusschwestern.
Die angrenzenden Flächen im Norden des Areals werden ebenfalls genutzt. Die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord plant dort neun Gebäudekomplexe aus Ein- und Mehrfamilienhäusern mit bis zu 110 Wohneinheiten. 20 Prozent werden öffentlich gefördert. Neben einem in der Mitte des Gelände gelegenen, 1.400 Quadratmeter großen Spielplatz ist im Süden eine dreizügige Kita geplant, die über die Laarmannstraße zu erreichen ist.

Verkehrssituation im Blick haben 

Die Maßnahme selbst wurde von der Bezirksvertretung IV begrüßt. Einmütige Stimmung herrschte bei SPD- und CDU-Fraktion aber darüber, dass man die Verkehrssituation im Blick behalten müsse: „Die Moosstraße ist relativ eng und die Laarmannstraße eine reine Anliegerstraße“, erklärt Ulrich Schulte-Wieschen, SPD-Fraktionsvorsitzender in der BV IV. Zwar verhindert die künstliche Grenze, dass man das Gelände zur Durchfahrt nutzt, trotzdem werde es verstärkten Verkehr geben. Die geplante Kita erfordere zudem Möglichkeiten, die Kinder rein- und rauszulassen: „Die Verwaltung muss sich Gedanken machen, dass das gefahr- und reibungslos und ohne Belästigungen für die Anwohner stattfindet“, betont Schulte-Wieschen. Schließlich müsse darauf geachtet werden, dass die EBE mit ihren Fahrzeugen eine ungehinderte Zufahrt habe.

Frage nach dem Denkmalschutz

In der Einwohnerfragestunde der Sitzung gab‘s ebenfalls Wortmeldungen zu der Maßnahme. So wurde der Denkmalschutz und eine mögliche Um- oder Folgenutzung des Schwesternhauses angesprochen. Dazu gab es im Vorfeld bereits umfassende Diskussionen und Untersuchungen, mit dem Ergebnis, dass dies technisch wie wirtschaftlich nicht umsetzbar wäre. Weitere Punkte waren die Sorge um die Natur im Umfeld sowie um eine mögliche „Beschattung“ durch die Gebäude wegen der Höhe des Areals.

Auftrag an die Verwaltung

Der Verwaltung wurde von den Lokalpolitikern auf den Weg gegeben, sich um diese Punkte zu kümmern. Und: „Das ist erst der Beginn des Verfahrens“, beruhigt Schulte-Wieschen, „es wird noch eine Offenlage geben und die Anwohner können Stellung nehmen.“ Wie bei den Planungen für das Stadtbad-Gelände an Vincke-/Otto-Brenner-Straße fällt die Entscheidung über die Aufstellung des Bebauungsplans am 7. November im ASP. Eine Um- oder Folgenutzung des Franziskushauses wäre zu kostspielig. Deshalb sollen auf dem Gelände an der Laarmannstraße nun neue Wohnungen entstehen.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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