Patientenrechte im Fokus: Vorträge und Infostände im Philippusstift

Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Philippusstift und 1. Vorsitzender des BPiK, am Infostand zum Tag des Patienten 2016 im Essener Philippusstift.
  • Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Philippusstift und 1. Vorsitzender des BPiK, am Infostand zum Tag des Patienten 2016 im Essener Philippusstift.
  • Foto: Katholisches Klinikum Essen
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Mit Vorträgen zum Thema Patientenrechte beteiligt sich das Katholische Klinikum Essen am Donnerstag, 26. Januar 2017, am zweiten Tag des Patienten. Informiert werden interessierte Patienten und Besucher von 11 bis 16 Uhr im Foyer des Philippusstifts an der Hülsmannstraße.

Erfolge und Arbeitsweise des 2015 gegründeten Bundesverbands für Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK), Schnittstellen zum bewährten Beschwerdemanagement sowie Wissenswertes über Arbeit von Patientenfürsprechern und Beschwerdemanagern in der Praxis stehen auf dem Programm. Insgesamt 17 Vorträge und Infostände warten auf die Teilnehmer.
Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Katholischen Klinikum Essen und Vorsitzender des BPiK, stellt den vor eineinhalb Jahren gegründeten Bundesverband für Patientenfürsprecher vor und nennt Ansprechpartner, an die sich Patienten im Konfliktfall oder bei offenen Fragen wenden können.
Inwiefern sich Patientenfürsprecher und Beschwerdemanager unterscheiden, wo Gemeinsamkeiten beider Verbände bestehen und warum jedes Krankenhaus ein Beschwerdemanager haben muss, darüber referiert Oliver Gondolatsch, Vorsitzender des Bundesverbandes Beschwerdemanagement in Krankenhäusern e.V. (BBfG). Stefan Mattes bringt die abstrakte Bundesebene auf ein konkretes, regionales Beispiel.
„Obwohl die Rechte von Patienten auch gesetzlich verankert sind, zeigt sich in der Praxis leider, dass viele darüber nicht informiert sind“, berichtet BPiK-Vorsitzender Detlef Schliffke. „Das 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz war lediglich der erste Schritt, die Rechte und Einflussmöglichkeiten von Patienten zu verbessern“, so Schliffke weiter. „Es besteht weiterhin großer Handlungsbedarf.“
Für Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter der Bundesregierung, müssen Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt des Gesundheitssystems stehen. Sie sollten selbstbestimmt und gut informiert sein. Und sie müssen klare Rechte und Pflichten haben. Deshalb freut er sich, dass der BPiK und der BBfG den Tag des Patienten ins Leben gerufen haben.
Die Teilnahme am Tag des Patienten ist kostenfrei. Alle Redner stehen anschließend für Fragen rund um den Aufenthalt, die Behandlung und die Rechte von Patienten im Krankenhaus zur Verfügung.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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