Kulturhaus Heßlerstraße: Kämpfen lohnt sich

Sie besitzen wieder eine Zukunft - die Kampfsportler aus dem Kulturhaus an der Heßlerstraße. Als einer der ersten Vereine hat die Parea-Kampfsportgruppe eine neue Heimat gefunden. Und zwar nur wenige Meter im benachbarten Bürgerpark an der Kuhlhoffstraße.

Trainer Mario Misini atmet auf: „Es war ein langer Kampf. Hätten wir nichts im Norden gefunden, wir hätten wohl zu gemacht.“ Schließlich kommen viele Mitglieder aus Altenessen, Katernberg und Umgebung. Weshalb ein Neustart in einem anderen Stadtteil ein hohes Risiko birgt.

Dementsprechend groß waren die Sorgen, als die Kulturvereine über die Vermarktungspläne der Immobilienwirtschaft informiert wurden (siehe "Hintergrund"). Mario Misini erinnert sich: „Die Stadt hat angekündigt, dass sie das Haus abreißen wird. Und uns gesagt, dass wir uns schon mal um neue Räume kümmern sollten. Es gab zwar eine Frist, aber wir hatten das Gefühl, es sollte von heute auf morgen passieren.“ Inzwischen ist klar: Die Verwaltung gewährt den Vereinen aus dem Kulturhaus eine Schonfrist bis „Mitte 2014“.

Die Hallen im Bürgerpark rückten bei der Standortsuche früh in den Blick, für die Zwecke der größeren Vereine wie des Forums Russlanddeutsche oder des slowenischen Kulturvereins Bled schienen sie aber ungeeignet.

Für das Training der Parea-Kämpfer reichen Größe, Schnitt und Zustand der hinteren der drei Hallen im Bürgerpark jedoch aus. Mario Misini hätte am liebsten sofort zugeschlagen, allerdings hatte bereits ein anderer Verein sein Interesse bei den Sport- und Bäderbetrieben hinterlegt. „Nach einigen Monaten bekamen wir die Nachricht, dass wir dort doch rein dürfen“, so Misini. Mit Hilfe des Wohnungsunternehmens Sahle Wohnen, das mit der Parea Dienstleistungsgesellschaft zusammenarbeitet, konnte ein Nutzungsvertrag ausgearbeitet und die Fortsetzung der Sportangebote bis auf weiteres gesichert werden.

Einzige Einschränkung: In den großen Ferien müssen die Kurse entfallen. Die Halle wird für die Durchführung der Ferienspatz-Freizeiten benötigt. Womit die Parea-Sportler aber sicher ganz gut leben können. Foto: Parea

Hintergrund

Die Immobilienwirtschaft gibt das Kulturhaus an der Heßlerstraße 208 - 210 für Vermarktungszwecke frei. Auf dem Gelände soll Wohnbebauung entstehen.

Der Parea-Kampfsportverein bietet diverse Kurse an: Darunter Teakwondo (WTF und ITF), Selbstverteidigung, Kickboxen und Stockkampf. Ansprechpartner ist Mario Misini unter der Rufnummer 0176/20365534. Wer lieber vor Ort einen Eindruck vom Training gewinnen möchte: In der neuen Halle im Bürgerpark herrscht montags bis freitags ab 17 Uhr Betrieb.

Autor:

Patrick Torma aus Essen-Nord

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