Frage der Woche: Ungleichbehandlung von Männern und Frauen im Sport – Was muss sich ändern?

Gleicher Sport bei ungleicher Behandlung: Wie gerecht ist der Spitzensport?
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  • hochgeladen von Annika Dahm

Männer und Frauen werden im Spitzensport unterschiedlich behandelt. Für Männer gelten andere Regeln, sie bekommen in vielen Fällen mehr Preisgeld und sind auch medial häufig präsenter als Frauen. 

Erst am Dienstag wurde wieder einmal bewiesen wie aktuell das Thema Ungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern im Sport ist. Tennisspielerin Alizé Cornet hatte sich während der Pause in ihrer Umkleide umgezogen, doch versehentlich trug sie ihr Shirt falsch herum. Als sie dies korrigieren wollte, stand sie für wenige Sekunden im Sport-BH da. Dafür bekam sie eine Verwarnung von dem Schiedsrichter, während Männer ohne jegliche Verwarnung oben ohne am Rande des Spielfeldes sitzen dürfen.

Männer verdienen mehr Geld

Die BBC verglich in ihrer Studie die Preisgelder aus 56 Sportarten miteinander. Von 35 Sportarten, in denen Sportler ein Preisgeld erhalten, bekommen Männer in zehn Fällen mehr Geld als Frauen. Auch Gehaltsunterschiede sind in einigen Sportarten massiv. Paradebeispiel dafür ist der Fußball. Hier verdienen Männer – natürlich auch wegen höherer Zuschauerzahlen Millionensaläre, während Damen im Profibereich auf einen Bruchteil dessen kommen. Auch was die Kleidungsvorschriften betrifft, gibt es immer wieder Anlass zur Diskussion: Frauen dürfen etwa beim Beachvolleyball nur in Sport-BH und knappen Höschen antreten, dessen Bund nicht breiter als sechs Zentimeter sein darf. Männer aber dürfen und müssen T-Shirts und Shorts tragen. 

Frauen lange von Sport ausgeschlossen

Im 19.Jahrhundert durften Frauen überhaupt keinem Spitzensport nachgehen. 1865 schrieb die Zeit, Heiratschancen und Sozialprestige seien gefährdet, wenn Frauen Profisport betreiben. Sie müssten sich um den Nachwuchs und Haushalt kümmern. Außerdem argumentieren Gegner des Frauensports mit Gesundheitsgefährdung: die Gebärmutter könne beschädigt werden und der Sport so Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Das wurde natürlich widerlegt. Heute dürfen Frauen auch als Profisportlerinnen arbeiten, aber dies hat in einigen Sportarten lange gedauert. 

Frauen in der Unterzahl

In den meisten Sportarten sind Männer in der Anzahl deutlich öfter vertreten als Frauen. Auch in den anderen Berufen, rund um den Sport. Zum Beispiel gibt es beim FIFA Verbund nur sehr wenige Frauen. Sportjournalisten sind häufiger Männer, Kommentatoren und Schiedsrichter ebenso. 

Wie seht ihr das mit den geschlechtlichen Unterschieden im Sport? Manche Sportlerinnen akzeptieren das und sagen "das ist einfach so." - würdet ihr das akzeptieren? Warum wird nichts dagegen unternommen? Oder ist das alles halb so wild? 

Autor:

Annika Dahm aus Essen-Nord

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