Der Countdown ist angezählt - Der Abriss der St. Josef Kirche in Kupferdreh bleibt eine Option

Die Entscheidungen um die St. Josef Kirche stehen unmittelbar bevor.Foto: Lukas
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Die Pfarrgemeinde St. Josef sieht großen Umbrüchen entgegen. Veränderungen, die aus untragbaren Immobilienzuständen, Organisationsschwierigkeiten und schwerwiegenden Entscheidungen resultieren.

Der schlechte Zustand der Immobilien auf dem Kirchberg in Kupferdreh wird bereits seit April 2008 von der Pfarrgemeinde thematisiert.
Die Instandhaltungsrückstände, Versäumnisse der letzten 30 Jahre, zwingen die Verantwortlichen nun zu einer Entscheidung. Markus Sonnenschein, Mitglied des Kirchenvorstandes, erklärt: „Seit drei Jahren ringen wir um eine Lösung, von sieben Standorten ist dies der marodeste, ein Plan muss her.“
In mehreren öffentlichen Sitzungen zeichnete sich zunächst folgende Lösung ab: Die Pfarrkirche St. Josef sollte aufgegeben werden, ein neuer Gottesdienststandort im Erdgeschoss des Altenkrankenheims wurde geplant. Hier sollten 100 bis 120 Besucher Platz finden können.
Eine Vision, die nicht bei allen Gemeindemitgliedern gut ankam. Das Unverständnis rührte auch daher, dass erst 2008 der Standort in Kupferdreh zur Pfarr- und Gemeindekirche ernannt wurde. Aufgrund des schlechten Zustands der Immobilien in Kupferdreh war schon Gründungspfarrer Elmar Kirchner in das leerstehende Pfarrhaus nach St. Suitbert eingezogen. Hier wurde zunächst provisorisch die Verwaltung eingerichtet, inzwischen steht fest, dass sie dauerhaft in Holthausen bleibt.
Im September gab es eine weitere Gemeindeversammlung. Der Gemeinde wurde mitgeteilt, dass nach erweiterten Untersuchungen durch ein Architekturbüro die Entwicklung eines Kapellenstandortes mit bis zu 200 Plätzen gemeinsam mit dem Altenkrankenheim aufgegeben wurde. Es wurde der Gemeinde auch zugesagt, dass hinsichtlich der Kirche zunächst ein Baugutachten eines weiteren Architekturbüros eingeholt wird. Dieses Gutachten soll bis zum Jahresende 2011 vorgestellt werden.
Erst danach sollen endgültige Entscheidungen getroffen werden.
Dr. Michael Dörnemann hat Hoffnung: „Es wird eine Kirche in Kupferdreh geben! St. Josef wurde vor 100 Jahren mit dem Anspruch gegründet, ganzheitliche Seelsorge zu gewährleisten.“ Das heißt: Altenkrankenheim, Krankenhaus und Kirche sind miteinander vernetzt, alle drei können auch in Zukunft Kupferdreh aufgesucht werden.
Seitens der Gemeindemitglieder erheben sich viele Stimmen, die sich früher mehr Informationen gewünscht hätten. Sonnenschein setzt dem jedoch entgegen, dass bereits im Juni 2011 über den Sachverhalt öffentlich diskutiert wurde. „Unser Ziel war und ist es, unser Handeln transparent zu machen, um Gerüchten entgegenzuwirken,“ so Sonnenschein.
Der Vorsitzende des Gemeinderats St. Josef, Ingbert Ridder, verdeutlicht: „Die Leute können die neuen Pläne nicht ganz verstehen. Sicher wird es weiterhin einen würdigen Gottesdienst geben, jedoch brauchen wir auch einen angemessenen Raum.“ Die baulichen Maßnahmen in Kupferdreh sind eingeschränkt, die Skepsis bleibt.
Die Zukunft der St. Josef-Kirche bleibt also zunächst im Dunkeln, ein Zustand, der allen Beteiligten missfällt. Nun bleibt der Gemeinde jedenfalls etwas Zeit, um sich an die bisher neuen, ungewissen Umstände zu gewöhnen.

Die Entscheidungen um die St. Josef Kirche stehen unmittelbar bevor.Foto: Lukas
Michael Dörnemann sieht
einen Neuanfang Foto: privat

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