Auf Andrea Nahles folgt eine neue SPD-"Troika"
Raus aus der GroKo? Nachgefragt bei Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD Essen

Thomas Kutschaty, SPD-Parteichef in Essen und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW.  Foto: Archiv
  • Thomas Kutschaty, SPD-Parteichef in Essen und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW. Foto: Archiv
  • hochgeladen von Detlef Leweux

Nachdem Andrea Nahles als Partei- und Fraktionschefin hingeschmissen hat, soll jetzt eine Troika übergangsweise die SPD-Führung übernehmen: Malu Dreyer (beliebte Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz), Manuela Schwesig (frühere Familienministerin, die aktuell eine Ampel-Koalition in Meck-Pomm anführt) und Thorsten Schäfer-Gümbel (Dauer-Wahlverlierer aus Hessen, der im Herbst eigentlich ganz aus der Politik aussteigen will).

Sind das gute Vorzeichen für die Zukunft der Sozialdemokraten? Das haben wir Thomas Kutschaty gefragt, Essener SPD-Chef und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW.

Sie gelten nicht gerade als ein Nahles-Fan. Wie bewerten Sie ihren Rücktritt aus Sicht der NRW-SPD?
Andrea Nahles hat großen Respekt verdient, sie hat sich in schwierigen Zeiten mit ganzer Kraft für die Sozialdemokratie eingesetzt.

Jetzt übernimmt erst einmal ein Trio übergangsweise das Ruder. Was halten Sie davon? Fehlen der SPD mittlerweile "Köpfe", die Verantwortung für die Partei übernehmen wollen?
Es geht jetzt vor allem darum, die Partei zu stabilisieren, denn die Ereignisse in den vergangenen Tagen haben doch einige verunsichert. Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel kennen die Partei sehr gut und werden sicher eine gute gemeinsame Perspektive entwickeln, wie es weitergeht.

"Es wird sich zeigen, ob die Union unsere Reformen mitträgt oder ob die Zusammenarbeit beendet werden muss."

Folgt jetzt der GroKo-Abschied, damit die SPD wieder Profil beim Wähler zeigen kann?
Profil gewinnt man über Inhalte. Und da müssen wir unsere guten Inhalte in den zentralen Politikfeldern Bildung, Arbeit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt weiter schärfen. Dann wird sich zeigen, ob die Union unsere Reformen mitträgt oder ob die Zusammenarbeit beendet werden muss.

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