Stadtteilbibliothek: CDU-Fraktion hatte sich bereits im Januar auf Schließungen festgelegt

SPD Ratsherr Hans Aring.
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Die SPD-Fraktion hat die Äußerungen der kulturpolitischen Sprecherin der CDUFraktion zur möglichen Schließung von Stadtteilbibliotheken mit Interesse aufgenommen. "Wie diese Äußerungen aber zu Stellungnahmen von Frau Asche in WAZ und NRZ vom 9.Januar dieses Jahres passen, ist mir schleierhaft", erklärt Hans Aring, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.
Damals hatte Frau Asche verlautbaren lassen, dass sie es für nötig halte, die Struktur der Stadtteilbibliotheken kritisch zu durchforsten und schlecht genutzte Einrichtungen zu schließen. „Die CDU hatte sich also bereits im Januar auf Kürzungen im Angebot der Stadtbibliothek festgelegt. Vor diesem Hintergrund ist der jetzige Vorwurf gegen uns, wir würden unsachliche Stimmungsmache betreiben und sollten erst einmal eine sachliche Analyse abwarten, eine Farce“, so Hans Aring weiter.
In der gleichen Presseveroffentlichung im Januar hatte Frau Asche sich gleichzeitig im Namen der CDU-Fraktion fur eine Aufstockung des Personalbudgets im Folkwang-Museum um 350.000 Euro und die Ausweitung der Offnungszeiten im Haus der Geschichte ausgesprochen. Die SPD-Fraktion hatte damals angemahnt, erst einmal eine verwaltungsumfassende Aufgabenkritik abzuwarten, bevor man uber Einzelposten spricht.
"Das ist auch heute noch unsere Haltung. Die CDU dagegen spielte bereits Anfang des Jahres öffentlich eine Kultureinrichtung gegen die andere aus. Auf der einen Seite wird ordentlich Geld draufgepackt, auf der anderen Seite werden Einrichtungen geschlossen, ohne dass es ein Gesamtkonzept geben würde, dass die unterschiedlichen Aufgaben bewertet hätte. Das ist keine gute Politik im Sinne der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und sie wird durch jetzige Beschwichtigungsversuche nicht besser", macht Hans Aring abschließend deutlich.
Den Ortsvereinsvorsitzenden Benno Justfelder wundert über das Verhalten der CDU-Ratsfraktion in Sachen Kultur und Bildung nichts mehr. "Das ist reine Klientelpolitik. Dort, wo kulturelle Angebote am dringendsten sind, sollen sie geschlossen werden. Aber für die eigene Klientel darf es ruhig etwas mehr sein. Und was kommt von der CDU Holsterhausen? Nichts."

SPD Ratsherr Hans Aring.
Vorsitzender der SPD Holsterhausen Benno Justfelder.
Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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