VKJ-Familienbildungsstätte bietet ab dem 16. September neuen MBSR-Kurs im Südviertel an - Krankenkassen bezuschussen Präventionsangebot
Den Autopiloten abschalten - endlich achtsamer leben

Beate Lamm (Mitte) zeigte den Schnupperkurs-Teilnehmern erste Übungen und stellte das MBSR-Programm vor. Ein neuer Kurs startet am 16. September in der VKJ-Familienbildungsstätte. 	Foto: VKJ
  • Beate Lamm (Mitte) zeigte den Schnupperkurs-Teilnehmern erste Übungen und stellte das MBSR-Programm vor. Ein neuer Kurs startet am 16. September in der VKJ-Familienbildungsstätte. Foto: VKJ
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Wer kennt ihn nicht, den stressigen Alltag? Der muss nicht immer durch die Arbeit ausgelöst werden. Auch Krankheiten können Stress verursachen. Doch dem kann man entgegenwirken, indem man achtsamer lebt. Wie das geht, vermittelt Beate Lamm, Leiterin der VKJ-Familienbildungsstätte, im Kursangebot MBSR. Der nächste Kurs startet am 16. September in der VKJ-Familienbildungsstätte an der Brunnenstraße 29.

MBSR steht für Mindfulness-Based Stress Reduction. Das Programm wurde bereits in den 1970er Jahren vom Biologen Jon Kabat-Zinn entwickelt. Der achtwöchige Kurs war ursprünglich für chronisch oder psychisch Kranke gedacht, die als austherapiert galten, weil Medikamente nicht halfen. Das Achtsamkeitsprogramm MBSR besteht aus Prinzipien aus dem Bereich der östlichen Meditationstradition und dem Yoga. Bei einem Schnupperangebot auf einer Gesundheitsmesse erklärte Beate Lamm dies einführend den sieben Teilnehmenden, denen allen MBSR nichts sagte. Eine Teilnehmerin hat sich bereits im autogenen Training versucht. "Autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung sind Methoden, um Stress abzubauen", erklärt Lamm. "Wir trainieren bei MBSR aber den Achtsamkeitsmuskel, so dass man den ungesunden Stress gar nicht mehr an sich heranlässt." Sie zeigt den Teilnehmenden einfache Übungen. Rauf auf die Yogamatte, hinlegen, zuhören. Mit sanfter Stimme erklärt sie, dass die Teilnehmenden ihren Atem beobachten sollen. Es gibt kein Ziel, das mit der Übung erreicht werden soll. "Noch nicht einmal Entspannung wollen wir erreichen", so Lamm. "Man soll sich in seiner Ganzheit erleben, die Gedanken, die durch den Kopf gehen, wahrnehmen." Dann sollen die Beine angewinkelt werden und die "Bewegung in den Körper fließen". Wichtig sei bei allen Übungen: "Richtig oder falsch gibt es nicht. Wir hören wieder mehr auf unseren Körper und lernen unsere Grenzen kennen." Wenn bei der nächsten Übung, bei der eine Brücke gemacht wird, der Impuls komme, es sei genug, "dann hört jeder auf", erklärt die MBSR-Lehrerin, die Mitglied im mbsr-mbct-Verband ist.
Warum das Ganze? "Durch die Übungen und Ruhephasen lernt man mit Situationen umzugehen, die einem nicht gut tun. Man lernt, den Autopiloten abzuschalten. Jeder kennt doch die Situation, dass man so viele Gedanken im Kopf hat, dass man sich fragt, wie man gerade von A nach B gekommen ist", erklärt Lamm, die auch betont, dass das Angebot kein Entspannungskurs sei. "Im Gegenteil, es kann auch schon mal ganz schön anstrengend werden!"
Wichtig sei, dass man das neu Erlernte in seinen Alltag integriere. Dazu gehöre, dass man täglich 45 Minuten zuhause Achtsamkeit übe. Der Kurs selbst geht vom 16. September bis zum 25. November, 16 bis 18.30 Uhr, und beinhaltet 8 Termine. Hinzu kommt ein Achtsamkeitstag am 9. November von 9 bis 16 Uhr.

Infos und Anmeldung

Übrigens: Da MBSR vor Burn-Out, Erschöpfungszuständen und Konzentrationsschwächen schützt und eben auch Hilfe in der Schmerztherapie bietet, wird der Kurs von den Krankenkassen bezuschusst. Infos und Anmeldung unter Tel.: 0201/84 63 577 oder E-Mail: fbs@vkj.de

Autor:

Vera Luber aus Essen-Süd

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