BVB nutzt Patzer des FC Bayern ganz spät - S04 mit glücklichem Sieg

Paco Alcacer (l.) schoss in der Nachspielzeit beide Tore beim 2:0-Sieg des BVB gegen den VfL Wolfsburg.
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  • Foto: Stephan Schütze
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Borussia Dortmund hat vor dem Mega-Duell gegen Bayern München eben jene von der Tabellenspitze verdrängt. Derweil feierte Schalke in Hannover einen glücklichen Sieg - den ersten seit dem 20. Januar. RB Leipzig nahm Hertha BSC auseinander, während Borussia Mönchengladbach die Champions League zu verspielen droht.

90 Minuten lang stand es zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg 0:0. Mit das Aufregendste in der Partie war tatsächlich eine Taube, die fast das gesamte Spiel über am beziehungsweise im Strafraum vor der Südtribüne hin und her lief und flog.

Alcacer schießt BVB in der Nachspielzeit zum Sieg

Als alle sich schon auf eine Punkteteilung einstellten, schlug Paco Alcacer zu. Unter Mithilfe von VfL-Torwart Koen Casteels. Alcacer drosch einen Freistoß aus 17 Meter fast zentraler Position mit voller Wucht Richtung Tor und der Schlussmann konnte das runde Leder nicht abwehren, obwohl dieser nicht platziert geschossen war. So ging der BVB in der Nachspielzeit in Führung, die Alcacer kurze Zeit später sogar noch auf 2:0 ausbaute. Wieder mit Glück, weil er beim Abschluss sein Standbein anschoss, wodurch der Ball für Casteels schwer zu halten kurios im Tor einschlug.

Die Dortmunder Anhänger hatten kurz danach doppelten Grund zur Freude. Denn der bisherige Tabellenführer Bayern München patzte beim SC Freiburg und spielte nur 1:1. Dabei wurde Robert Lewandowski zur tragischen Figur. 198 Bundesliga-Tore hatte der Stürmer bis vor der Partie erzielt und auf die 200er Marke geschielt. Mit einem Seitfallzieher erzielte er dann auch tatsächlich einen Treffer. Es war der Ausgleich, nachdem die Gastgeber überraschend (früh) nach nicht einmal 180 Sekunden in Führung gegangen waren.

Lewandowski wird beim FC Bayern zur tragischen Figur

Lewandowski traf im Breisgau aber nicht zum 200. Mal - obwohl er in der 91. Spielminute aus drei Meter völlig freistehend nicht Richtung Tor, sondern fast eher Eckfahne köpfte. Weil Leon Goretzka in der 93. Spielminute per Kopf nur den rechten Pfosten traf, blieb es beim Remis, wodurch der Deutsche Meister nun vor dem direkten Duell mit dem BVB nicht mehr punktgleich an der Tabellenspitze steht, sondern zwei Zähler dahinter. Wenn der FCB aus eigener Kraft den Titel verteidigen will, ist er am kommenden Samstag also zum Siegen verdammt.

Letzteres waren vor dem Spieltag sowohl Hannover 96 als auch der FC Schalke 04. Die Hannoveraner sogar noch mehr als die Schalker, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Doch die 96er, die wegen des 3:0-Sieges des 1. FC Nürnberg gegen den FC Augsburg am Tag zuvor bereits auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht waren, verloren 0:1 gegen den S04. Der atmete wiederum stark auf, datiert der bis dato letzte Bundesliga-Sieg doch vom 20. Januar (2:1 gegen den VfL Wolfsburg).

Torwart Nübel sichert Schalke in Hannover drei Punkte

In einem spielerisch mauen, dafür sehr umkämpften Spiel, hatten die Königsblauen am Ende Glück, dass die Gastgeber nicht ausglichen. Zum einen scheiterte der Gastgeber einmal der Oberkante der Latte. Zum anderen an Torwart Alexander Nübel, der gleich viermal stark parierte. Das Tor des Tages hatte Suat Serdar kurz vor der Halbzeitpause mit seinem ersten Treffer für die „Knappen“ erzielt. Da der VfB Stuttgart später noch in Frankfurt verlor (0:3), hat Schalke nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegetationsplatz 16.

Apropos Frankfurt: Die Eintracht sprang an diesem 27. Spieltag durch den Heimsieg gegen den VfB auf den vierten Tabellenplatz, der am Saisonende zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. In der wähnte sich Borussia Mönchengladbach nach einer starken Hinrunde schon mit eineinhalb Beinen. Doch in der Rückrunde läuft wenig bei der „Fohlenelf“ zusammen, am Samstag in Düsseldorf sogar noch weniger. Zwischen der 6. und 16. Spielminute schoss die Fortuna drei Treffer. Zwar traf die Borussia noch einmal. Allerdings erst in der 83. Spielminute. Der Anschlusstreffer kam für eine Aufholjagd zu spät und die achte Saisonniederlage war kurze Zeit später besiegelt. Zum Vergleich: Der Tabellenzwölfte SC Freiburg hat nur einmal mehr verloren.

Starker Sturm, überragende Defensive: RB marschiert weiter

Das komplette Gegenteil ist RB Leipzig. Nicht nur wegen eines 5:0-Heimsieges gegen Hertha BSC. Die Sachsen sind in der Rückrundentabelle Zweiter, mussten erst drei (!) Gegentreffer in zehn Spielen hinnehmen, haben weiterhin insgesamt nur 20 Gegentore insgesamt hinnehmen müssen und festigten damit den dritten Tabellenplatz. Die letzte Niederlage datiert vom 19. Januar (0:1 gegen den Tabellenführer BVB).

Die Null stand derweil in der 2. Liga auch bei beiden Revierklubs. Auf beiden Seiten. Sowohl der VfL Bochum als auch der MSV Duisburg spielten 0:0. Für beide ein Erfolg, ging es doch für beide gegen Aufstiegsaspiranten. Der VfL hatte den Tabellenzweiten Hamburger SV zu Gast, während der MSV beim Tabellenvierten St. Pauli spielte. Für die Duisburger war da der späte 2:1-Sieg des SV Sandhausen in Ingolstadt schon fast ärgerlicher. So beträgt der Abstand zum rettenden Ufer aktuell vier Punkte.

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