Zuwachs an der Uni: Prof. Dr. Viktor Grünwald möchte Immuntherapie bei Krebs optimieren

Prof. Dr. Viktor Grünwald möchte die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Immuntherapie bei Krebs als Schwerpunkt in Essen weiter durchsetzen. ^Foto: UDE
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Prof. Dr. Viktor Grünwald erhält eine Professur an der Uni Essen-Duisburg. Die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Immuntherapie soll auch in Essen weiter durchgesetzt werden.

Als neue Säule der Krebsbehandlung möchte Professor Dr. Viktor Grünwald (49) die Immuntherapie im Westdeutschen Tumorzentrum am Universitätsklinikum Essen bei urogenitalen Tumoren optimieren. Er hat die Carolus-Stiftungsprofessur für Interdisziplinäre Uroonkologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen angenommen.
Die gerade mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Immuntherapie setzt da an, wo das Immunsystem von Krebskranken aufhört, den Organismus vor kranken Zellen und von außen kommenden Erregern zu schützen. Basis sind die Kontrollpunkte (Checkpoints) im Immunsystem, die ausufernde Immunreaktionen des Körpers eigentlich verhindern. Da dieser Mechanismus bei Krebserkrankten nicht funktioniert, sollen die malignen Zellen durch sogenannte Checkpoint-Inhibitoren erkannt werden, die medikamentös eingenommen werden. „Leider wirkt die Behandlung nicht bei allen, so dass wir weiter nach der optimalen Therapieform suchen“, so Grünwald.

Nach seinem Medizinstudium (1991 bis 1998) an der Universität Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) promovierte Viktor Grünwald 1998 über Therapien gegen Hodenkrebs. Danach forschte er u.a. 2000/2001 an der University of Texas, USA, sowie am Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center des Johns Hopkins Hospital (2001/02). Zurück in Deutschland leitete er an der MHH-Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation seit 2005 die Studienzentrale Onkologie und seit 2009 den Bereich Onkologie. 2011 habilitierte er über die Behandlung von Nierenkrebs. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet.

Mit der Stiftungsprofessur für Interdisziplinäre Uroonkologie der Carolus-Stiftung soll die medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane (Urogenitaltrakt) am UK Essen verstärkt werden. Als Brückenprofessur schafft sie eine enge Kooperation zwischen den Kliniken für Urologie und Tumorforschung am Standort Essen.

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