Gigantischer Kran hievte schwere Stahlteile der Brehminsel-Brücke an Ort und Stelle
Werden seine neue Brücke

Aufmerksam wurde der Einbau der neuen Stahlbrücke von Schaulustigen beobachtet.
Foto: Henschke
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Das war echte Präzisionsarbeit. Mehrere Anläufe unternahmen die Arbeiter am Samstagmittag, um die 26 Tonnen schwere neue Stahlbrücke zentimetergenau auf die sanierten Widerlager zu hieven.

Die Bezirksvertretung IX hatte den Austausch der alten Holzbrücke gegen eine Stahlkonstruktion auf den Weg gebracht. Erforderlich war der rund 445.000 Euro teure Neubau, weil die bisherige Brücke aus dem Jahr 1986 zuletzt nur noch eine Traglast von drei Tonnen hatte. Die neue Stahlbrücke dagegen ist für eine Belastung von zwölf Tonnen ausgelegt. Das ermöglicht den Mitarbeitern von Grün und Gruga, die Brehminsel künftig auch mit schweren Fahrzeugen anzufahren.
Da die Fußgängerbrücke über den Heyerstrang aber der einzige offizielle Zugang zum Brehm ist, konnten die Bürger seit Mitte November „ihren“ Stadtpark nicht mehr betreten. Die alte Holzbrücke wurde mithilfe eines Kranes demontiert, im Anschluss die alten Kammerwände und Auflagebänke abgerissen sowie neue Auflagebänke betoniert, die erst einmal monatelang abbinden mussten. Schadhafte Stellen an den Bestandswiderlagern und der Mittelstütze wurden saniert. Lange hatten die Werdener dann warten müssen. Doch nun war es soweit und der Einbau der neuen Brücke wurde aufmerksam beobachtet. Auch Ratsfrau Martina Schürmann und BV-Mitglied Herbert Schermuly mischten sich unter die Schaulustigen, die bereits über eine kleine Eröffnungsfeier philosophierten.

Jede Menge Knöllchen

Da die beiden je 13 Tonnen schweren Teile der Brücke auf einem Spezialtransporter angeliefert wurden, mussten zuvor besonders enge Straßenzüge der Altstadt für den Parkverkehr gesperrt werden. Das Ordnungsamt lief am Vorabend verstärkt Streife durch Werden und musste etliche Autohalter darauf hinweisen, ihr Gefährt doch bitte woanders zu parken. Um die Baustelle andienen zu können, waren bereits im November an der Ecke Heckstraße und Joseph-Breuer-Straße einige Parkplätze durch absolutes Halteverbot gesperrt worden. Schweres Gerät käme auf dem Weg zur Brehminsel sonst nicht um die enge Straßenkurve. Die Halteverbote im Eckbereich seien aufgrund der vorhandenen räumlichen Gegebenheiten und Verkehrssituation unumgänglich. Die Stadt hatte auch darauf beharrt, das Verbot aus logistischen Gründen die ganze Bauzeit über aufrecht zu erhalten. Die Folge: Das Verbot wurde von Anwohnern und Besuchern komplett ignoriert und jede Menge Knöllchen waren fällig. Autos abschleppen lassen wollte die Polizei allerdings wirklich nur im absoluten Notfall, wie Nachfragen vor Ort ergaben.

Anfang März wieder offen

Aufgrund des schlechten Baugrundes am Hardenbergufer war zunächst eine tragfähige Aufstellfläche für den gigantischen Autokran angelegt worden. Bereits im letzten Jahr waren Pfähle eingebracht und Betonfundamente erstellt worden. Zur weiteren Lastverteilung wurde nun eine große Schotterfläche hergestellt, damit der Kran gefahrlos arbeiten konnte. Nach erfolgter Montage muss dieses Provisorium wieder zurückgebaut und abtransportiert werden, danach werden Gehweg und Straße wieder hergerichtet. Auch erfolgen noch einige Restarbeiten sowie die Betonage der neuen Flügelwände und kleinere Landschaftsarbeiten. Die Brehminsel soll voraussichtlich Anfang März wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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