Die Mädchen-Fußballmannschaft des Gymnasiums Essen-Werden stand wieder im Landesfinale
Diese elf Mädchen sind Gewinner

Die Mädchen-Fußballmannschaft des Gymnasiums Essen-Werden mit hinten: Melda Sahin, Liv Steinke, Elena Schnorrenberg, Lotta Haardt, Caroline Geithner, Ida Piepenbreier, Niklas Bonnekessel. Vorne: Ida Stenzel, Tamara Martin Nisiyama, Sophie Schneider, Greta Grüning und Mara Koch.
Foto: Henschke
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  • Die Mädchen-Fußballmannschaft des Gymnasiums Essen-Werden mit hinten: Melda Sahin, Liv Steinke, Elena Schnorrenberg, Lotta Haardt, Caroline Geithner, Ida Piepenbreier, Niklas Bonnekessel. Vorne: Ida Stenzel, Tamara Martin Nisiyama, Sophie Schneider, Greta Grüning und Mara Koch.
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Das Lüdenscheider Nattenbergstadion ist höchst idyllisch direkt am Wald gelegen. Die Sonne knallt jetzt schon. Doch die Mädchen-Fußballmannschaft des Gymnasiums Essen-Werden hat nur Augen für die kommenden Gegner.

Beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ geht es um das Ticket fürs Bundesfinale in Berlin. Beim ersten Blick auf den Spielplan fällt auf: Außer der Werdener hat es keine andere Schule geschafft, sich erneut für dieses NRW-Landesfinale zu qualifizieren. Das ist schon ein Beleg erstaunlicher Konstanz. Das GEW belegte im Vorjahr in Leverkusen den dritten Rang. Sowas in der Richtung schwebt Lehrer Niklas Bonnekessel auch dieses Mal vor: Oder geht da noch mehr? Allerdings muss Melda kurzfristig abwinken. Sie ist verletzt. Ein Rückschlag. Dennoch gehen die 12- bis 14-Jährigen mit Zuversicht ins erste Spiel gegen die Hellweg-Schule aus Bochum. Sie gehen auch in Führung, als Greta aus spitzem Winkel trifft. Immer im Vorwärtsgang, müssen die Spielerinnen aber stets auf gefährliche Bochumer Konter achten. Bei einem Gewaltschuss fängt Keeper Sophie souverän das Leder. Greta hat noch die Chance zum 2:0, aber die Torhüterin packt zu. Hauptsache gewonnen.

Frischer Angriffsfußball

Jetzt geht es gegen das Mariengymnasium Bocholt. Obwohl dieser Gegner körperlich deutlich überlegen ist, versucht es Werden mit frischem Angriffsfußball. Greta scheitert mit einem Linksschuss und Tamara erzielt fast die Führung, nachdem sie geschickt der Torhüterin den Ball abgeluchst hat. Im zweiten Durchgang legt das GEW-Team ein fünfminütiges Nickerchen ein. Das wird gnadenlos mit zwei Gegentoren bestraft. Nun schickt der Trainer Mara nach vorn, die bisher die Abwehr zusammenhielt. Sofort bekommt Werden Oberwasser. Liv schießt und lupft den abgewehrten Ball elegant über die Bocholter Schlussfrau ins Netz. Gelingt noch der Ausgleich? Nein, der Abpfiff beendet die Werdener Bemühungen.
Nach einer längeren Pause geht es wieder auf den in der gnadenlosen Mittagssonne brütenden Kunstrasen. Das Gymnasium Rodenkirchen ist als Favorit in dieses NRW-Finale gegangen und konnte bisher überzeugen. Doch die Werdenerinnen kennen keine Angst. Greta knallt das Leder drüber und Mara zirkelt einen Freistoß gefährlich auf den Kasten. Die Torhüterin hat große Probleme. Kurz vor der Pause stürzt eine Gegnerin und alle warten auf den Pfiff des Schiedsrichters. Doch der bleibt aus, Rodenkirchen schaltet schneller und trifft. Im zweiten Durchgang wird Werden noch offensiver. Greta hebt aus der Distanz über die herausgeeilte Torhüterin, doch der Ball verfehlt knapp sein Ziel. Die unermüdliche kämpfende Tamara hat ebenfalls eine Möglichkeit, doch das Leder will einfach nicht über die Linie. Das war jetzt aber echt schade. Der Titel geht nach Rodenkirchen.

Drittbestes Team von ganz NRW

Im abschließenden Match gegen das Immanuel-Kant-Gymnasium Bad Oeynhausen zeigen die Abteistädterinnen durchschlagskräftigen Angriffswirbel. Caroline hält aus der Distanz drauf und die Torhüterin pariert. Nach weitem Abschlag von Sophie ist Greta durch und trifft unhaltbar ins Eck. Durch einen schönen Doppelpass steht Mara frei und schließt gekonnt zum 2:0 ab. Wenig später möchte eine Gegnerin retten und lenkt das Leder ins eigene Netz. Eine Unachtsamkeit nach dem Seitenwechsel verhilft Bad Oeynhausen zum Ehrentreffer, dann stellt Mara mit einem satten Linksschuss den alten Abstand wieder her.
Bei der Siegerehrung gibt es einen Pokal, dazu Urkunden, Medaillen, Shirts und ein Badehandtuch. Die Werdener Gymnasiastinnen sind erneut drittbestes Team von ganz NRW geworden. Das ist aller Ehren wert. Doch ein bisschen hängt ein Hauch von Enttäuschung im Raum. Da wäre mehr drin gewesen, das weiß nicht nur Lehrer Niklas Bonnekessel. Sein Team entdeckte zu spät die Offensivqualitäten. Die Rückfahrt im Bus wird trotz Dauerstaus auf sämtlichen Autobahnen eine lustige und die Mannschaft schmettert lauthals: „Elf Gewinner, zusammen hol’n wir den Pokal, elf Gewinner, zusammen sind wir stark.“ Diese elf Mädchen sind wirklich Gewinner…

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