Optimale Bedingungen für Diagnostik und Therapie

Prof. Dr. Ralf-Dietrich Müller ist Direktor des Zentrums für Radiologie
Foto: Bangert
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Das neu gestaltete Zentrum für Klinische Radiologie im Werdener St. Josef Krankenhaus

Das Licht ist wohltuend, die Atmosphäre angenehm. Vor der Fototapete eines Birkenwäldchens stehen modernste Hightech-Geräte für digitale 2-D-Mammografie und 3-D-Tomosynthese.

Prof. Dr. Ralf-Dietrich Müller stellt die neuen Räume der Radiologie im Werdener St. Josef Krankenhaus vor: „Wir wollten eine Umgebung schaffen, die nicht so beklemmend an Krankenhaus erinnert. Die Situation vor und während den Untersuchungen ist doch für die Frauen schon belastend genug.“ Bei der kurativen Behandlung erfolgt eine Mammografie zusammen mit einer ausführlichen Anamnese und einer klinischen Untersuchung durch den Arzt. Der Bereich der kurativen Mammografie ist ein wenig separiert. Die Patientinnen finden hier in hellen Räumen eine ruhige Atmosphäre, die eher an ein gemütliches Wohnzimmer erinnert. Selbst in die Umkleidekabinen fällt Tageslicht. Die persönliche Zuwendung zu Sorgen und Nöten der Patienten ist hier besonderes Anliegen. Dr. Müller findet die neuen Räume einzigartig: „So in dieser Art habe ich das noch nie gesehen.“

Auf dem Weg zum „smart Hospital“

Seit Dezember läuft hier der komplette Betrieb, zuvor fand ein Umzug statt. Das Evangelische Krankenhaus und St. Josef liegen direkt nebeneinander, bildeten als Kliniken Essen-Süd einen miteinander verwobenen Verbund. Seit 2000 ist das Zentrum für Radiologie zuständig für beide Werdener Krankenhäuser, das bleibt auch so. Aber es war bisher verstreut auf verschiedene Standorte. Nun ist alles an einem Platz, sowohl das konventionelle Röntgen als auch die kurative Mammografie. Das erleichtert die Arbeit ungemein: „Patienten und Ärzte haben jetzt kurze Wege, weil die komplette Bildgebung an einem Ort zentralisiert ist.“ Das kann die kaufmännische Geschäftsführerin des Krankenhauses Dr. Cornelia Sack nur bestätigen: „Wir haben hier ganz gezielt in siebenstelliger Höhe investiert, da es für die Patientenversorgung optimal ist. Die Nähe zur benachbarten zentralen Notaufnahme macht auch Sinn.“ Thorsten Kaatze ist Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Essen, sieht hier ein weiteren Schritt auf dem Weg zum „smart Hospital“ und betont: „Durch unsere neuen Radiologie-Geräten können wir die Digitale Welt optimal anbinden. Wir sind nur ein kleines Krankenhaus. Aber wir haben hier ganz nach unserem Credo eine Ausstattung, die sogar universitären Ansprüchen genügt.“

Mit dem Tablet am Krankenbett

In der Tat, die neuen Räume der Radiologie im St. Josef Krankenhaus bieten viele Neuerungen. Rund 80 Patienten und in etwa 200 verschiedene Körperregionen werden im Haus pro Tag geröntgt. Es gibt zwei völlig gleich ausgestattete Säle: die Röntgengeräte arbeiten hier teilautomatisch, fahren auf Knopfdruck in die vorprogrammierten Grundeinstellungen. Das erleichtert die Arbeit von Mitarbeiterinnen wie Sabine Adam und Claudia Conrad immens. Es vermeidet Fehler und erspart den Patienten die früher gefühlt endlosen Wartezeiten. Prof. Ralf-Dietrich Müller berichtet aus der vordigitalen Ära: „Früher mussten rund 20 Prozent der Aufnahmen wiederholt werden. Überbelichtet, verwackelt…“ Heutzutage erscheinen die digitalen Röntgenaufnahmen schon nach wenigen Sekunden auf dem Bildschirm. Das spart auch Strahlendosis, die nun situativ angepasst werden kann. Prof. Müller staunt: „Ich bin schon seit Ende der 80er Jahre dabei. Erstaunlich, was sich seitdem getan hat und spannend die neue Digitale Technik.“ Also ein medizinisches Pilotprojekt, das doch sicherlich anfängliche Probleme aufwarf? „Nein“, sagt Müller, „das Feintuning an den neuen Geräten klappte erstaunlich gut und schnell.“ Qualität zahlt sich halt aus. Hier setzt auch Thorsten Kaatze an: „Wir können den Menschen die neueste Technik zur Verfügung stellen. Vor zehn Jahren ist noch ein Taxi mit der CD hin- und hergefahren. Die Zeit der Folienbildschirme ist auch passé. Wir sind vernetzt, haben jederzeit überall Zugriff. Aber nur, wenn der Patient dies auch möchte. Der Arzt kann nun dem Patienten direkt am Krankenbett auf dem Tablet die aktuellen Aufnahmen zeigen.“

Prof. Dr. Ralf-Dietrich Müller ist Direktor des Zentrums für Radiologie
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Radiologe Müller mit seinen Mitarbeiterinnen Sabine Adam und Claudia Conrad. 
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Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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