Feinstaub, oder: Intelligente Ampel gesucht

Feinstaub satt produzieren die zahlreichen Fahrzeuge in der Stadt. | Foto: Tempel / Lokalkompass.de
  • Feinstaub satt produzieren die zahlreichen Fahrzeuge in der Stadt.
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Rund zwölf Millionen Diesel-Pkw sind von möglichen Fahrverboten betroffen, um die Belastung der Luft besonders in den Großstädten zu vermindern.

Und schon wird auch in Essen kräftig überlegt, wie die Situation zu lösen ist. Denn das Verschrotten aller alten Diesen-Fahrzeuge wäre wohl kaum eine umweltgerechte Lösung.
Die charmante Idee des kostenlosen Nahverkehrs in der Stadt ist ja schon wieder vom Tisch, bevor sie eigentlich überhaupt wirklich darauf gelegen hat.
Ein Nachrüsten der Fahrzeuge ist offensichtlich auch nur bedingt möglich und der Streit, wer die Kosten dafür tragen soll, reichlich ungeklärt.
Die Diesel-Fahrer sind jedenfalls die Doofen, denn ihr ursprünglich zudem im Betrieb günstiges Fahrzeug, ist auf einen Schlag kaum noch etwas wert.
Die schwedischen Nachbarn in Stockholm sind da schon viel weiter: Eine Citymaut reduziert den innerstädtischen Verkehr deutlich und verhindert unnötige Fahrten mit dem Auto mitten in die Stadt. Außerdem gibt's Steuer-Vergünstigungen für Elektro-Fahrzeuge und die Möglichkeit, diese zentral zu laden.
Deutschland hat's eindeutig verpennt: Während in Norwegen bereits ein Drittel der neuen Fahrzeuge mit Strom unterwegs sind, sind dies in Deutschland schlappe 1,3 Prozent. Wo bleiben da die innovativen Ideen der deutschen Automobil-Konzerne?
Doch ein nicht unwesentlicher Anteil der Abgase in unserer Stadt könnte auch vermieden werden, wenn die Ampeln halbwegs intelligent geschaltet wären. Eine gefühlte Ewigkeit kann man auch am Sonntag an Ampeln stehen, die einfach nicht die aktuelle Lage auf den Straßen berücksichtigen, sondern nach fest programmierten Zeiten stumpf ihren Dienst tun. Und die eine gefühlte Ewigkeit wartenden Autos qualmen derweil munter vor sich hin...
So wird's dann nix mit besseren Luftwerten und moderner Infrastruktur für Automobile, die fit für eine saubere Zukunft sind.

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Autor:

Frank Blum aus Essen-Süd

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