Festliche Zeit gelassener erleben
Familienorganisationen und Beratungsstellen bieten an Weihnachten Unterstützung an

Bild von Bruno auf Pixabay 

Familien wünschen sich zwischen Weihnachten und Neujahr allem eines: weniger Hektik, mehr gemeinsame Zeit. Damit aus der besinnlichen Zeit nicht ein Wettlauf mit Terminen, To-do-Listen und Erwartungen wird, setzen viele Familien 2025 bewusst auf Entschleunigung, kleine Rituale und realistische Planungen.

Die wichtigste Grundlage für entspannte Feiertage ist, dass alle in der Familie ähnliche Vorstellungen von Advent und Weihnachten haben. Expertinnen raten, Wünsche und Grenzen frühzeitig anzusprechen: Wer möchte unbedingt zur Christmette, wem ist das gemeinsame Essen am wichtigsten, wer braucht zwischendurch Rückzug. Gleichzeitig hilft es, sich vom Bild der „perfekten“ Weihnacht zu verabschieden. „Die Weihnachtszeit muss nicht in Stress und Hektik ausarten – mit kleinen, bewussten Ritualen wie diesen kann sie zu einer Zeit des gemütlichen Familienalltags und der Entspannung werden“, heißt es in einem Familientipp. Der Rat vieler Beratungsstellen lautet: Auch einmal nein sagen – zu der fünften Weihnachtsfeier, dem zusätzlichen Plätzchenmarathon oder überzogenen Deko-Ideen.

Kleine Rituale statt voller Terminkalender

Statt jeden Tag Programm zu machen, empfehlen Fachleute, wenige, aber wiederkehrende Rituale fest zu verankern. Ein Adventskalender muss dafür nicht mit Spielzeug oder Süßigkeiten gefüllt sein – er kann auch aus kleinen Entspannungsmomenten bestehen: eine kurze Geschichte, eine Dankbarkeitsrunde, ein gemeinsames Lied. Einmal pro Woche ein Familien-Wohlfühlabend ohne Handy und Fernseher, mit einfachem Essen, Spielen oder Vorlesen, stärkt den Zusammenhalt und senkt das Stressniveau deutlich. Das Portal "inne-kids.de" schreibt dazu: Auch ein fester Spaziergang pro Woche – etwa am Adventssonntag – kann als Ritual etabliert werden: „Der Kontakt zur Natur wirkt beruhigend und gibt Kindern die Chance, überschüssige Energie loszuwerden“, so ein Gesundheitsratgeberinne.

Bewegung, Licht und Pausen für Eltern und Kinder

Damit Familien die dunkle Jahreszeit gut überstehen, spielen Licht, Bewegung und Ruhephasen eine zentrale Rolle. Studien zeigen, dass bereits kurze Aufenthalte im Freien die Stimmung heben und den „Winterblues“ abmildern. Empfohlen werden tägliche Einheiten an der frischen Luft, kombiniert mit Bewegung – draußen oder drinnen, je nach Wetterlage. Genauso wichtig sind ruhige Momente: Vorlesestunden, Kuschelzeit, einfache Atemübungen oder kindgerechte Mini-Meditationen helfen, den Stresspegel zu senkensuperheldenkids.depraxis-boesler-wedemark.de. Eine Konstante im Tagesablauf – etwa ein kurzer Abendritus mit Kerze, Lied oder Dankbarkeitsrunde – gibt Kindern Sicherheit und erleichtert auch den Erwachsenen den Übergang in den Feierabend.
Damit nicht eine Person – meist ein Elternteil – die gesamte Last der Vorbereitung trägt, raten Familienexperten dazu, Aufgaben frühzeitig zu verteile. Kinder können beim Dekorieren, Backen oder Geschenkeverpacken mithelfensos-kinderdorf.de. Wer das Weihnachtsessen bewusst einfach hält oder einzelne Gänge von Verwandten mitbringen lässt, reduziert die Belastung zusätzlichkartenmacherei.de. Ein weiterer Stressfaktor ist der Geschenkedruck. Organisationen wie SOS-Kinderdorf empfehlen, den Rahmen klar zu vereinbaren, über Wunschlisten offen zu sprechen und auf zu viele Überraschungen zu verzichten. Gemeinsame Zeit, Ausflüge oder Erlebnisse können klassische Sachgeschenke ergänzen oder ersetzen – sie reduzieren Einkaufsstress und stärken Beziehungen.

Termine reduzieren – „weniger ist mehr“

Viele Ratgeber betonen das Motto „Weniger ist mehr“ für Advent und Weihnachten. Statt jeden Adventssonntag zu verplanen, kann es sinnvoll sein, bewusst freie Tage zu lassen – ohne Besuch, ohne Programm. Familien sollten gemeinsam überlegen, welche Termine wirklich wichtig sind und was gestrichen werden. Hilfreich ist ein übersichtlicher Familienkalender, in den alle Fixtermine eingetragen werden. So bleiben Zeitinseln sichtbar – und können gezielt als Ruhezeiten markiert werden. Für den eigentlichen Heiligabend empfehlen Familienorganisationen, den Ablauf möglichst klar zu strukturieren und realistische Erwartungen zu haben: Kinder früh einbeziehen, draußen noch einmal Energie abbauen, das Warten durch kleine Programmpunkte (Spaziergang, Spiel, kurze Andacht) entzerren und nicht zu spät mit dem Essen starten. Heikle Themen oder alte Streitpunkte sollten bewusst ausgeklammert werden, um Eskalationen zu vermeiden. Humor hilft, kleine Pannen gelassener zu nehmen. Ob alte Rituale aus der eigenen Kindheit oder neue Gewohnheiten – entspannte Feiertage gelingen, wenn Traditionen nicht zum Zwang werden. Familienmagazine berichten, dass viele Eltern heute bewusst nur einige wenige, dafür tragfähige Traditionen pflegen: der gemeinschaftliche Adventskranz, ein bestimmtes Lied an Heiligabend, der immer gleiche Spaziergang.

Balance zwischen Tradition und Flexibilität

Gleichzeitig darf sich Weihnachten verändern: Wenn ein Familienmitglied krank ist, jemand arbeitet oder Trennungen und Patchwork-Situationen hinzukommen, kann ein flexibler Umgang mit Zeiten und Abläufen Spannungen deutlich reduzieren. Die meisten Fachleute sind sich einig: Eine wirklich entspannte Advents- und Weihnachtszeit entsteht nicht zufällig, sondern durch bewusste Entscheidungen. Wer Erwartungen früh klärt, Termine reduziert, Bewegung, Ruhe und kleine Rituale kombiniert und Aufgaben verteilt, kann die Wochen vor Weihnachten deutlich gelassener erleben – und den Fokus auf das legen, was vielen Familien am wichtigsten ist: Zeit miteinander. Für den eigentlichen Heiligabend empfehlen Familienorganisationen, den Ablauf möglichst klar zu strukturieren und realistische Erwartungen zu haben. Wer konkrete Unterstützung sucht, kann sich an örtliche Familienzentren, Kirchengemeinden, DRK-Angebote oder das zuständige Jugendamt wenden – dort gibt es oft gezielte Beratung und Materialien für eine ruhigere Advents- und Weihnachtszeit.

Redakteur:

Michael Menzebach (Redakteur) aus Haltern

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