Der Film „Snow One“ erzählt vom Schnee in Finnland
Alles dreht sich um den „Lumi“

 Am Ende gab es für alle kleinen und großen Beteiligten Blümchen. Und nach dem Applaus, der wie Chris Seidler im vorhinein anmerkte, das Brot des Künstlers ist, fiel auch die Anspannung von allen Beteiligten, denn es gab reichlich Applaus für ein sehr gelungenes Projekt. Foto: Gerd Kaemper
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  • Am Ende gab es für alle kleinen und großen Beteiligten Blümchen. Und nach dem Applaus, der wie Chris Seidler im vorhinein anmerkte, das Brot des Künstlers ist, fiel auch die Anspannung von allen Beteiligten, denn es gab reichlich Applaus für ein sehr gelungenes Projekt. Foto: Gerd Kaemper
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 „In Finnland kennt man hunderte von Kombinationen mit dem Wort Schnee, der dort Lumi heißt. Aber es gibt Schnee nur als Substantiv und nicht als Verb. Unser 'es schneit', kennt der Finne nicht, er spricht von 'wann ist Schnee?' Ansonsten nuschelt der Finne auch gern und benutzt Rachenlaute. Aber ich glaube, die Bilder des Films und die Songs sind auch ohne Untertitel verständlich“, mit einer kleinen Spracheinführung ins Finnische begrüßte Chris Seidler, die Leiterin der Opera School die Premierenbesucher des Filmprojektes „Snow One“.

Seit rund 14 Jahren gibt es in Gelsenkirchen die Opera School, die schon so manches Projekt auf die Bühne gebracht hat. In diesem Jahr hatten sich Chris Seidler und ihre Schützlinge etwas Besonderes ausgedacht: Ein Filmprojekt, das den beteiligten jungen Leuten die Gelegenheit bietet, ihr Können selbst in bewegten Bildern in Augenschein nehmen zu können.
„Als wir in der Findungsphase für das Projekt waren, habe ich zunächst an eine CD und eine Performance gedacht. Doch bei den ersten Gesprächen entstand schnell die Idee zum Film“, berichtet Chris Seidler, die nach der Vorführung sicher sein durfte, dass diese Umsetzung des Projektes der richtige Weg war.
Denn das Projekt bot den jungen Leuten die Möglichkeit, sich auf der Bühne zu präsentieren, aber auch selbst verantwortlich zu sein für die Choreographie, die Katharina Thiel und Jule Tönnies beitrugen, oder auch für die Lichttechnik, für die Simon Wilger verantwortlich war.
Durch den Film können die 25 beteiligten jungen Leute, von denen viele schon seit Kindesbeinen in der Opera School aktiv sind, ihr Wirken bei Gesang und Tanz selbst ganz neu einschätzen und bewerten.
Und wenn dann noch eine erfahrene Sängerin, wie die MiR-Sopranistin Anke Sieloff dazu kommt und sich als Schneefee einbringt, dann gewinnen die jungen Sänger noch einmal ganz neue Eindrücke von einem Bühnengeschehen.

Das Filmprojekt erzählt in drei Teilen vom Schnee

Und so erzählt „Snow One“ in drei Teilen vom Schnee. Zunächst erlebt der Zuschauer ein „Making of...“, bei dem die jungen Darsteller auch ihre Assoziationen zum Thema Schnee erläutern.
Im zweiten Teil präsentiert Anke Sieloff als Schneefee einen speziell für sie und Snow One von Chris Seidler komponierten Song, während um sie herum kleine „Schneeflocken“ tanzen. Eine davon ist übrigens Sieloff-Tochter Pauline, die auch auf der Oboe spielt.
Der dritte Teil nimmt die Zuschauer dann mit nach Finnland und lässt den Schnee wirbeln und die Opera School singen und tanzen vom ersten Schnee, von der Erleuchtung und Umarmung, für die der Schnee sorgt, von der großen Weis(s)heit des Schnees, den Nordlichtern und vielem mehr.
Für Chris Seidler und ebenso für Bürgermeisterin Martina Rudowitz, die als Vertreterin der Stadt Gelsenkirchen ein Grußwort sprach, bieten die Institution der Opera School und gerade auch dieser Film jungen Leuten eine Chance. „Junge Menschen, die sich mit Gefühl und Empathie auf den Weg machen, den Schnee zu erkunden ist eine tolle Sache. Aber sie lernen auch, denn sie sind beteiligt an der Entstehung dieses Films und das ist das, was wir in Gelsenkirchen brauchen. Ein Gesamtpaket aus emotionaler und sachlicher Bildung für junge Leute“, freute sich Martina Rudowitz.
Und die Freude am Projekt war den Beteiligten deutlich anzusehen. Sowohl im Film als auch bei der Vorführung, der sie ebenso entgegengefiebert hatten wie Chris Seidler. Sechs Monate lang hatte man an dem Projekt gearbeitet, wobei es Seidler wichtig war, dass "die kindliche und jugendliche Energie dabei vorherrschen. Darum ist es eine tolle Erfahrung, dass die Sängerkinder nun als Creatives aktiv mit dabei sind."
Auch weil die Musikerin derzeit durch ihre Komposition einer Oper über Hildegard von Bingen sehr in Anspruch genommen wird. Aber Chris Seidler möchte den jungen Leuten auch nicht ihre Sichtweise der Dinge oder hier des Schnees aufzwingen und das ist ihr bei "Snow One" gelungen.
„Nach dem Sommerferien steht schon die neue Opera School-Generation in den Startlöchern. Zehn bis zwölf junge Schüler haben sich schon angemeldet und verjüngen dann wieder deutlich die Besetzung der Opera School“, freut sich Chris Seidler, die nach der gelungen Premiere genauso tief durchatmete wie die jungen Leute.
Ihren Dank richtete die Musikerin natürlich an die jungen Talente, aber auch an Profi-Sängerin Anke Sieloff und vor allem an den Rotary Club Schloss Horst, der das Filmprojekt durch seine finanzielle Unterstützung erst möglich gemacht hatte. Besonders erwähnt wurde aber auch Elke Schumacher, die "Schlossherrin" des stadt.bau.raums, die der Opera School nicht nur eine Probebühne zur Verfügung stellte, sondern auch für die Dreharbeiten eine Location geboten hatte und die Premierenfeier ausrichtete.
Ihrem Ehemann Carlo Rafalski, „dem starken Mann hinter allem, sprich der Technik und meiner psychosozialen Betreuung“ dankte Chris Seidler natürlich auch.
Insgesamt eine einfach gelungene Teamwork, die hoffentlich schon bald auch für Schulklassen und andere Interessierte im Kino zu sehen sein wird.
Wer einen Eindruck vom Filmprojekt gewinnen möchte, kann sich "Snow One" ab sofort auf der Homepage der Opera School im Internet anschauen.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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