Kunst- und Kulturstadt Gelsenkirchen

Eine Rose für Poetry Slammerin Sarah Marie Latza gab es von Kulturdezernent Dr. Manfred Beck. Foto: Gerd Kaemper
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Der Kulturempfang ist zu Beginn eines jeden Jahres „die“ Kontaktbörse für Kulturtreibende in Gelsenkirchen und das quer durch alle hier vertretenen Genres. In diesem Jahr feierte der Kulturempfang eine Premiere, denn erstmals gab es kein musikalisches Programm, sondern einen sehr unterhaltsamen Beitrag der Kategorie Poetry Slam.

Sarah Marie Latza begeistert

Den Slam-Beitrag bot Sarah Marie Latza auf spritzig-witzige Art und machte so viele der Anwesenden, die bislang noch nie mit Poetry Slam in Berührung kamen, Geschmack auf mehr.
Dr. Volker Bandelow, Leiter des Referat Kultur, der die Begrüßung für die erkrankte Leiterin der „flora“ Wiltrud Apfeld vornahm, stellte die junge Gelsenkirchenerin vor und erläuterte, dass der Poetry Slam in Gelsenkirchen eine aufstrebende Gattung ist. Denn die modernen Dichterwettstreite werden bereits an drei Stellen in der Stadt durchgeführt, im Spunk in Ückendorf, dem C@fe 42 in Beckhausen und der werkstatt in Buer.

Oma Ingeborg oder Crazy Inge

Und so zog Sarah Marie Latza die Anwesenden in ihren Bann als sie damit begann über ihre Oma Ingeborg genannt Crazy Inge zu erzählen. „Oma schlägt sich mit der einen Hand an den Hinterkopf und fängt mit der anderen Hand ihr Gebiss auf. Als mein Bruder das nachmachen wollte, riet sie ihm weiter zu üben, irgendwann würde es auch ihm gelingen.“
Und Crazy Inge, die das große Idol ihrer Enkelin ist und von dieser von ganzem Herzen geliebt wird, weiß sich auch bei langen Schlangen an der Supermarkt-Kasse gut zu helfen: „Oma tut dann so als hätte sie das Tourette-Syndrom und schreit so lange ‚Arschloch‘ bis alle anderen Wartenden sie vorlassen.“

Neuer Hausherr in der "flora"

Eine weitere Premiere beim Kulturempfang war für Dr. Manfred Beck, den Kulturdezernenten, die Tatsache, dass er erstmals nicht als Hausherr der flora die Kulturschaffenden begrüßt. Denn bedingt durch den Umzug seines Vorstandsbereiches ins Hans-Sachs-Haus, ist nun Dr. Volker Bandelow der Hausherr der „flora“.
Beck begrüßte einige der Anwesenden, wie zum Beispiel Oberbürgermeister Frank Baranowski, ganz persönlich und freute sich dabei besonders darüber, dass das Stadtoberhaupt dem Kulturempfang Jahr für Jahr beiwohnt, „auch in Nicht-Wahljahren“, wie Beck ausdrücklich betonte.

Gelsenkirchen gewinnt an kulturellem Ansehen

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr zeigte sich Manfred Beck stolz darüber, dass Gelsenkirchen als Kulturstadt hinzu gewonnen habe. Denn mit dem Gewinn des Theaterpreises „Faust“ durch Ballett-Direktorin Bridget Breiner, der Nominierung des Consol Theaters und seiner Dramaturgin Andrea Kramer für den „Faust“ und die Grammy-Nominierung für Michael Gees blickte die ganze Nation auf Gelsenkirchen. Doch auch Sophie Schwerthöfer, die Opera School, die städtische Musikschule und die Tanzschule Swoboda sorgten für Aufsehen, das nicht an den Stadtgrenzen endete.
Die breit gefächerte kulturelle Landschaft in Gelsenkirchen machte dem Kulturdezernten im vergangenen und aktuellen Jahr viel Freude. Sei es nun das Hans-Sachs-Haus mit seinen neuen Möglichkeiten und als Haus des Bürgers oder das Kunstmuseum, das es sogar bis in den Feuilleton gebracht hat als „Vorbild Gelsenkirchen“, weil es den Menschen offen steht und das ohne Eintrittsgelder. Das Pixelprojekt von Peter Liedtke oder die Emscherkunst bei der dank der Emschergenossenschaft Gelsenkirchen beteiligt wurde machen Gelsenkirchen und die Region attraktiv für Künstlergruppen aus ganz Europa.

Rasmus Baumann als Gewinn für die Neue Philharmonie Westfalen

In diesem Jahr sieht Beck die Stadtentwicklung auf der Agenda, bei der dem Kreativquartier Ückendorf eine große Zukunft bevorsteht oder die Schalker Meile, die dank der Fußballkultur den Stadtteil Schalke-Nord nach oben bringt.
Der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Rasmus Baumann sieht Beck eine positive Entwicklung voraus, weil „Baumann kann Klassik, aber er kann auch Musical und Rock wie er kürzlich erst bewiesen hat. Damit wird die Neue Philharmonie Westfalen dem MiR eine herausragende Rolle über Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet hinaus und vielleicht sogar über das Land Nordrhein-Westfalen hinaus bescheren.“

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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