Kammerkonzertreihe, Vorträge und Ausstellungen zu jüdischem Leben
LWL-Kulturstiftung fördert zwei Projekte

 In der Neuen Synagoge unterstützt der LWL eine Wanderausstellung.
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  • In der Neuen Synagoge unterstützt der LWL eine Wanderausstellung.
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Die LWL-Kulturstiftung hat in diesen Tagen gut eine Million Euro (1.037.345 Euro) an Förderung vergeben. Das Kuratorium der Stiftung beriet über 59 eingegangene Projektanträge. 24 Projektträger, die insgesamt 25 Kulturprojekte in und für Westfalen-Lippe realisieren, haben entsprechende Förderzusagen erhalten. Auch zwei Projektideen aus Gelsenkirchen wurden für die Förderung ausgewählt.

Sie zählen zu dem neuen Förderschwerpunkt, den die LWL-Kulturstiftung zum bundesweiten Festjahr "#2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland" ins Leben gerufen hat. In diesem Zusammenhang bewilligte das Kuratorium 16 Projekte mit einer Fördersumme von 421.845 Euro, die zusammen mit acht weiteren Projekten aus vorherigen Antragsrunden das thematische Förderprogramm stellen.

Wanderausstellung der Jüdischen Gemeinde

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen kann für ihr Kooperationsprojekt „Jüdisches Leben in der westfälischen Industriestadt Gelsenkirchen“ nun mit der LWL-Fördersumme von 12.800 Euro rechnen. Geschichte und Gegenwart jüdischer Existenz in Gelsenkirchen und die damit verbundenen Herausforderungen sollen dabei unter anderem mittels einer Wanderausstellung, Vorträgen und Diskussionsrunden sowie Führungen durch die Alte und neue Synagoge sichtbarer gemacht und Interesse am Jüdischen Leben geweckt werden.

Kammerkonzertreihe in der flora

Der Kulturraum „die flora“ der Stadt Gelsenkirchen erhält zur Förderung der Kammerkonzertreihe „Wie sich die Zeit verzweigt“ 32.880 Euro. Gemeinsam mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Recklinghausen, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen und der Jüdischen Gemeinde Bochum werden sieben Konzerte in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bochum angeboten, die Schlaglichter auf die kulturellen Epochen vor dem Ersten Weltkrieg, zwischen den Kriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit werfen.
Shoah, Emigration und Exil zählen zu den Hauptthemen des Zyklus, allerdings auch Rückkehr nach Deutschland (Ursula Mamlok, Samuel Adler, Berthold Goldschmidt und andere) und das vielfältige Bemühen deutscher und jüdischer Künstlerinnen und Künstler, neue Brücken zu schlagen. Die in Gelsenkirchen geborenen und nach Israel emigrierten Komponisten Ben-Zion Orgad (Ben-Zion Büschel) und Zvi-Herbert Nagan (Herbert Neugarten) spielen dabei eine besondere regionale Rolle, ebenso wie die zeitgenössischen Komponisten Michael Em Walter aus Gelsenkirchen und Stefan Heucke aus Bochum.

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Vorstandsvorsitzender der LWL-Kulturstiftung, erklärte: „Wir sind sehr glücklich, dass auf unseren Förderaufruf über 60 Anträge eingegangen sind. Was mich besonders freut: Es beteiligen sich alle jüdischen Gemeinden in Westfalen-Lippe. Wir werden eine Bühne bieten für das vielfältige jüdische Kulturleben und für den Dialog der Religionen."

Zum Hintergrund:

 Bundesweit ist 2021 zum Deutsch-Jüdischen Jahr ausgerufen worden: Seit 1.700 Jahren leben Juden nachweislich auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Unter dem Titel »#2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland« widmen sich über 1.000 Veranstaltungen aus der Geschichte und dem heutigen Leben von Juden in der Republik.
 Initiator des bundesweiten Festjahres "#2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland" ist der Verein "321 - 2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". Als dessen Partner tragen die LWL-Kulturstiftung, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) dieses Themenjahr in die Regionen Westfalen-Lippe und Rheinland.
 Weitere Informationen dazu sind auf der Internetseite der LWL-Kulturstiftung veröffentlicht: https://www.lwl-kulturstiftung.de/de/2021jlid/.
 Die LWL-Kulturstiftung hat seit ihrer Gründung zum Jahreswechsel 2003/2004 rund 305 Projekte mit Mitteln in Höhe von rund 32,1 Millionen Euro unterstützt. Alle Informationen zur Stiftung sowie zum Förderschwerpunkt sind im Internet unter http://www.lwl-kulturstiftung.de abrufbar.
 Die nächste Antragsfrist für Projekte ist der 28. Februar 2021.

 In der Neuen Synagoge unterstützt der LWL eine Wanderausstellung.
 Im Kulturraum "flora" wird ein Kammerkonzert gefördert.
Autor:

Lokalkompass Gelsenkirchen aus Gelsenkirchen

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