Artgerechte Wildtierhaltung im Wanderzirkus kaum möglich Bundesregierung muss Bundesratsbeschluss endlich umsetzen

Dr. Klaus Haertel SPD - Fraktionsvorsitzender des Rates der Stadt.
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  • Foto: SPD- Gelsenkirchen
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Sehr gelassen reagiert die SPD-Ratsfraktion auf das aktuelle Darmstädter Urteil des Verwaltungsgerichts, das dem Zirkus Krone erlaubt, seine Wildtiere auf einem städtischen Platz zu präsentieren. Nach Recherchen der SPD-Fraktion ging es zum einen um einen Antrag, der bereits mehrere Monate vor dem Beschluss der Darmstädter Rates zum Wildtierschutz gestellt wurde. Die Darmstädter Regelung, die im übrigen federführend von der CDU mit Unterstützung der Grünen, Linken und Piraten getroffen wurde, enthalte zum anderen keinen Bestandsschutz für Wildtiere, die bereits jetzt im Zirkus leben. Dies sieht aber der vom Rat beschlossene Antrag für Gelsenkirchen ausdrücklich vor.

Von Dr. Klaus Haertel,

Dr. Klaus Haertel: „Es geht uns weiterhin um den Schutz der Tiere, nicht um Formalien. Wir haben immer betont, dass es das Beste wäre, wenn die Bundesregierung auf Basis der Bundesratsempfehlung eine einheitliche Regelung zum Wohle der Wildtiere getroffen hätte. Das hat die CDU/FDP-Regierung aber trotz vieler Appelle seit vielen Jahre nicht getan. Wir wissen, dass kommunale Lösungen immer nur zweite Wahl sind und in Gefahr stehen, vor Gericht gekippt zu werden.“

Gleichwohl ist die SPD-Ratsfraktion weiter der Meinung, dass eine artgerechte Haltung großer Wildtiere in einem reisenden Zirkus kaum möglich ist. Deshalb sei der Antrag an Richtung Verwaltung, ein Konzept zum Schutz dieser Tiere zu erarbeiten weiterhin sinnvoll, zumal das ja schon in fast 30 Deutschen Städten ebenso geschehen ist. Bemerkenswert sei auch, dass das überaus strenge österreichische Wildtier-Schutzgesetz aus dem Jahr 2005 mit europäischem Recht vereinbar sei, wie die EU-Kommission kürzlich festgestellt habe.

Dr. Haertel: „Wer wie die CDU immer wieder betont, dass man ohne Wenn und Aber zum Tierschutz stehe, müsse sich auch fragen lassen, wie es denn möglich ist, Tiger und Elefanten artgerecht in einem Wanderzirkus zu halten. Hier reicht es eben nicht, immer nur nach der Bundesregierung zu rufen. Im selbst bei Tierschützern als vorbildlich geltenden „Zoom-Erlebniswelt“ gibt es nicht ohne Grund keine Elefanten. Elefanten sind Herdentiere und deren angemessene Haltung würde wohl die Fläche von ganz Bismarck beanspruchen.“

Autor:

Heinz Kolb aus Gelsenkirchen

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