FDP-MdL Thomas Nückel: "Sanierung dringend notwendig"
Lärmschutz an der A2

Die Schutzwände an der A2 in Höhe Gelsenkirchen-Buer sind ein Stein des Anstoßes für die FDP in Gelsenkirchen und im Land.
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  • Die Schutzwände an der A2 in Höhe Gelsenkirchen-Buer sind ein Stein des Anstoßes für die FDP in Gelsenkirchen und im Land.
  • Foto: Angelika Wölke
  • hochgeladen von silke sobotta

Schäbige schwarze Löcher, fehlende Lamellen: Die Lärmschutzwände entlang der der A2 zwischen der Anschlussstelle GE-Buer und der Brücke Giebelstraße haben aus Sicht der FDP-Fraktion den Namenszusatz „Schutz“ nicht mehr verdient.

Da sich weder Stadt noch Verkehrsausschuss in Gelsenkirchen der Problematik annehmen wollten, hat sich jetzt FDP-MdL Thomas Nückel, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Düsseldorfer Landtag, diese „wichtige Einfahrtstraße für Besucher der größten Eventhalle Gelsenkirchens“, der Veltins-Arena, vor Ort angesehen. Sein Urteil: „Der erste Eindruck, der hier von Gelsenkirchen vermittelt wird, ist katastrophal“.
Nückel will sich nun an Berlin wenden, da durch die Umstrukturierung von Straßen.NRW zur Autobahn GmbH des Bundes zu Jahresbeginn auch die Zuständigkeit für die A2 nach Berlin wechselte. „Die Wände müssen dringend saniert werden, wir werden kritische Fragen stellen“, versprach er.
Zuvor hatte sich der FDP-Bezirksverordnete Thorsten Garbe bereits an die Niederlassung Westfalen der neuen Gesellschaft gewandt. Die Antwort, die er bekam, war ähnlich unbefriedigend wie der Zustand der Wände: „Was die Lärmschutzwände entlang der A2 in Fahrtrichtung Oberhausen zwischen dem Anschluss Gelsenkirchen Buer und der Stadtgrenze Gelsenkirchen/ Gladbeck betrifft, liegen die Zustandsnoten der Wände zwischen 2,3 und 3,0.“ Wie viele Kategorien es insgesamt gibt, wurde nicht verraten. Versprochen wurde lediglich, dass eine „turnusmäßige Überprüfung im Sommer 2021 stattfinden wird.“
Eine Anfrage des verkehrspolitischen Sprechers der FDP-Fraktion, Timo Stiehl, im Verkehrsausschuss der Stadt am 4. Februar wurde von der Verwaltung wegen fehlender Zuständigkeit und Verweis auf die Autobahn-GmbH abgelehnt. „Das verstehe ich nicht“, sagt Stiehl, „schließlich geht es hier ja auch um die Gesundheit der Gelsenkirchener Bürger“. Und Garbe ergänzt: „Der Zustand vermittelt kein positives erstes Bild der Stadt. Da darf man sich über das Image #401 nicht wundern.“
Ähnlich passiv erscheint das Vorgehen der Stadt Gelsenkirchen aus Sicht der FDP-Fraktion beim geplanten Ausbau des Parkplatzes Allenstein zwischen der Anschlussstelle Buer und Herten in Fahrtrichtung Hannover.
„Dort sollen zukünftig 32 statt bisher 23 Pkw-Stellplätze eingerichtet werden“. Bei seiner Anfrage an die Autobahn GmbH hatte Thorsten Garbe zudem erfahren, dass auf dem Gelände hinter den Gelsenkirchener Werkstätten und dem ehemaligen Ausflugslokal Bauer Becks 88 Lkw statt bisher 27 einen Parkplatz finden sollen.
„Zudem sind 122 Meter für Pkw mit Anhänger, Wohnmobile und Busse sowie 305 Meter für Großraum- und Schwertransporte vorgesehen“, so Garbe. Eine Anfrage der FDP-Fraktion zu dem Thema im Verkehrsausschuss wurde ebenfalls abgewiesen.
„Da in dem Bereich ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist, werde ich beim RVR nachfragen, ob der Verband in die Planungen einbezogen wurde“, versprach Thomas Nückel.
Darüber hinaus wird die FDP-Fraktion im nächsten Stadtplanungsausschuss eine Anfrage stellen. FDP-Ratsherr Ralf-Robert Hundt möchte dort auch wissen, in wie weit die Stadt Gelsenkirchen im Rahmen des Einwendungs- und Planfeststellungsverfahrens Stellung zu den Plänen genommen hat, ob die Bürger informiert wurden und ob Begleitmaßnahmen entlang der A2 wie eine Temporeduzierung im Bereich des Parkplatzes geplant sind.
„Die FDP erkennt die Notwendigkeit neuer Stellplätze für die gestiegene Zahl von LKW-Fahrern an, aber sie müssen ordentlich geplant werden", betont Thomas Nückel. Schließlich fehlten aktuell in NRW 4000 LKW-Stellplätze auf den Ost-West-Routen. „Deshalb sollten gute und komfortable Stellplätze geschaffen werden, die möglichst umwelt- und anwohnerfreundlich geplant werden“, ergänzen Thorsten Garbe und Timo Stiehl.

Autor:

Lokalkompass Gelsenkirchen aus Gelsenkirchen

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