Die „Azubi-Spitzenverdiener“ weiterhin im Baugewerbe 80 Bau-Azubis in Gelsenkirchen bekommen ab sofort mehr Geld

Eine ordentliche Kelle oben drauf gibt es für Azubis im Bauhauptgewerbe. Die Ausbildungsvergütungen in der Branche steigen zum Juni zwischen 26 und 47 Euro pro Monat. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.
  • Eine ordentliche Kelle oben drauf gibt es für Azubis im Bauhauptgewerbe. Die Ausbildungsvergütungen in der Branche steigen zum Juni zwischen 26 und 47 Euro pro Monat. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.
  • hochgeladen von Heinz Kolb

Eine Lohn-Kelle extra für den Nachwuchs auf dem Bau: Vom angehenden Maurer bis zum Zimmerer-Lehrling bekommen die rund 80 Bau-Azubis in Gelsenkirchen ab diesem Monat mehr Geld. Die Vergütungen steigen je nach Ausbildungsjahr zwischen 26 und 47 Euro pro Monat. Im ersten Lehrjahr macht das ein Plus von 6,6 Prozent, wie die IG BAU Emscher-Lippe-Aa mitteilt.

Während einer dreijährigen Ausbildung kommt ein Azubi auf dem Bau damit im Schnitt auf 1.090 Euro pro Monat. Im dritten Lehrjahr sind es sogar 1.400 Euro. „Mit dieser kräftigen Erhöhung wird die Ausbildung bei den heimischen Baufirmen deutlich attraktiver“, ist Susanne Neumann von der IG BAU Emscher-Lippe-Aa überzeugt. Die Gewerkschaft hatte das Azubi-Plus in der letzten Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe durchgesetzt.

Im kommenden Jahr steigen die Vergütungen in einer zweiten Stufe ein weiteres Mal. Damit liegt die Baubranche beim Azubi-Verdienst weiter an der Spitze. Dies hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einem deutschlandweiten Vergleich der gängigsten Ausbildungsberufe ermittelt. Ein angehender Straßenbauer verdient demnach deutlich mehr als ein Auszubildender zum Mechatroniker oder zum Versicherungskaufmann. Im bundesweiten Durchschnitt liegen die Ausbildungsvergütungen nach Angaben des BIBB derzeit bei 826 Euro im Monat.
„Das Lohn-Plus ist ein Signal, dass sich die Bauberufe bezahlt machen.

Wer körperlich schwer arbeitet, muss auch ordentliches Geld bekommen“, sagt Bezirkschefin Susanne Neumann. Das sei für die Zukunft der Branche insgesamt wichtig. Denn in Gelsenkirchen blieben noch immer viele Lehrstellen im Handwerk unbesetzt. Hier seien bessere Vergütungen und Ausbildungsbedingungen ein wichtiges Mittel, um weiterhin Nachwuchs für den Bau zu gewinnen, so die Gewerkschafterin.

Zudem sollen den Azubis künftig die Fahrt- und Übernachtungskosten zur Berufsschule erstattet werden, wenn diese weit vom Betriebssitz entfernt liegt. IG BAU und Arbeitgeber wollen dazu eine gemeinsame Initiative bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung starten.

Autor:

Heinz Kolb aus Gelsenkirchen

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