Werner Ruhnau feiert den 90. im MiR

Prof. Werner Ruhnau erschien in Begleitung seiner Gattin im Musiktheater im Revier und empfing die Glückwünsche zahlreicher Gäste. Die Laudatio der Stadt Gelsenkirchen hielt Bürgermeister Klaus Hermandung (links). Foto: Gerd Kaemper
  • Prof. Werner Ruhnau erschien in Begleitung seiner Gattin im Musiktheater im Revier und empfing die Glückwünsche zahlreicher Gäste. Die Laudatio der Stadt Gelsenkirchen hielt Bürgermeister Klaus Hermandung (links). Foto: Gerd Kaemper
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Der „Homo ludens“, der durch das Spiel lernende Mensch, war seine Intention, das Musiktheater im Revier sein Lebenswerk. Nun ist Prof. Dr. Werner Ruhnau 90 Jahre alt geworden. Die Stadt Gelsenkirchen hat aus diesem Anlass zu einem feierlichen Empfang ins MiR geladen.

Von Marco Wolf

GE. Unter den legendären aquamarin-blauen Schwammreliefs des Künstlerkollegen und –freundes Yves Klein im oberen Foyer des Musiktheaters empfing der Architekt zahlreiche Glückwünsche und Präsente aus der langen Schlange der Geburtstagsgäste.
Zu Beginn gratulierte Michael Schulz, Generalintendant des MiR, dem Wahl-Essener zu seinem Wiegenfest, erwähnte seine erste Begegnung mit Ruhnau in der Kasseler Künstler-Nekropole und verwies auf den spielerischen Aspekt seiner Architektur, der bis in die heutige Zeit Wirkung zeigt.
Ursula Kleefisch-Jobst, Kuratorin des M:AI NRW, dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, führte die Zuhörer der Laudatio auf eine Reise durch das Leben des gebürtigen Königsbergers, vom Beginn seines Studiums in Danzig über den Bau des Münsteraner Theaters bis hin zur Konzeption der Spielstraße zu den Olympischen Spielen 1972 in München, welche durch den Terrorangriff auf die israelische Mannschaft ein verfrühtes Ende fand.
Ein besonderes Augenmerk legte sie aber auf die künstlerische Zusammenarbeit zwischen Werner Ruhnau und Yves Klein, die vor mehr als 50 Jahren an der damaligen alten Feuerwache an der Wiese gegenüber des Musiktheaters mit den verschiedenen Werktechniken experimentierten und auch die Schwammreliefs dort entwarfen.
„Das Musiktheater im Revier zeigt sich, anders als bei vielen anderen Bauten dieser Zeit, welche durch Kunst am Bau ergänzt wurden, von Beginn an als Gesamtkunstwerk“, so die Kunsthistorikerin.
Und so erklärt sich auch die abschließende Meinung der Kuratorin zur Beurteilung des Musiktheaters: „Man kann von diesem Werk nichts entfernen, nichts zu ihm hinzufügen, ohne es komplett zu zerstören.“

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