Unbekannte lösten Radmuttern an Dienstfahrzeug in Gladbeck-Mitte
"Es hätte Verletzte oder sogar Tote geben können!"

 An einem baugleichen Pkw der "rapid med. gmbh" wurden in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai an einem Reifen die Radmuttern gelöst. Wie durch ein Wunder hatte die hinterhältige Tat keinen Unfall zur Folge. Obiges Foto zeigt Pflegekraft Adriana Stein und Fuhrparkleiter Udo Wolf an einem der Dienstfahrzeuge des Ambulanten Pflegedienstes.
  • An einem baugleichen Pkw der "rapid med. gmbh" wurden in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai an einem Reifen die Radmuttern gelöst. Wie durch ein Wunder hatte die hinterhältige Tat keinen Unfall zur Folge. Obiges Foto zeigt Pflegekraft Adriana Stein und Fuhrparkleiter Udo Wolf an einem der Dienstfahrzeuge des Ambulanten Pflegedienstes.
  • Foto: Braczko
  • hochgeladen von Uwe Rath

Der Schreck steht Helga Grzanna noch regelrecht ins Gesicht geschrieben: "Das hätte Verletzte oder gar Tote geben können," so die Leiterin der Gladbecker Niederlassung der "rapid med.gmbh".

Zunächst an der Friedrich-Ebert-Straße gegenüber der Bücherei ansässig, erfolgte 2018 der Umzug des mobilen Pflegedienstes zur Schützenstraße 72. Auch in den Folgejahren expandierte das Unternehmen weiter, was gleichzeitig mit einer Vergrößerung der Fahrzeugflotte einherging. Das führte zwangsläufig zu Parkplatzproblemen, wenn die Pflegekräfte mit ihren Wagen zum Firmenstandort zurückkehrten. "Wir haben nach Alternativstandorten in Gladbeck sowie nach Flächen, die sich als Parkgelände eignen würden, gesucht. Leider ohne Ergebnis," bedauert Grzanna.

Leider hat sich im Laufe der Zeit auch das Klima zu den Nachbarn eher verschlechtert. "Ich kann die Leute durchaus verstehen, dass sie nicht erfreut darüber sind, wenn unsere Firmenfahrzeuge auf den nicht im Übermaß vorhandenen öffentlichen Parkplätzen stehen," gesteht Helga Grzanna ein.

Eine Kompromisslösung wurde aber gefunden, denn die Pflegekräfte können seit geraumer Zeit ihre Fahrzeuge nach dem letzten Pflegebesuch am Tag mit nach Hause nehmen. "Ein gewisse Anzahl von Fahrzeuge muss aber vor Ort sein, zum Beispiel für Notfälle," erläutert Grzanna.

An kleinere oder größere Attacken auf die Fahrzeuge hat man sich bei "rapid" gewöhnt. Fahrzeuge wurden zum Beispiel mit rohen Eiern beworfen und in den Nachtstunden auch gegen die Autos uriniert. Hinzu kamen Beleidigungen, die zum Teil ausländerfeindlichen Inhaltes waren, denn ein Teil der Mitarbeiter stammen aus Migrationsfamilien.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai (Mittwoch auf Donnerstag) kam es zum jüngsten Übergriff auf eines der Fahrzeuge: Einer oder mehrere Täter lockerten an dem Wagen an einem Reifen die Radmuttern. Beim Dienstantritt am Donnerstagmorgen bemerkte eine Pflegekraft ungewöhnliche Geräusche an dem Wagen und übergab das Fahrzeug an den Fuhrparkleiter. Der wiederum fuhr mit dem Kleinwagen zur Vertragswerkstatt in Gelsenkirchen, wo das Vorderrad in der Werkstatt regelrecht vom Auto fiel.

"Wir stehen unter Schock," schildert Helga Grzanna die aktuelle Lage. Zum Glück sei der Fuhrparkleiter mit dem Wagen aber nicht über die Autobahn zur Werkstatt gefahren. "Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was da hätte passieren können."

Was nun geschehen wird, ist verständlich: Die am Standort geparkten Fahrzeuge werden vor jeder Fahrt noch intensiver als bislang schon kontrolliert. Natürlich wurde bei der Polizei auch Anzeige wegen Sachbeschädigung gestellt, denn an dem manipulierten Wagen entstand auch ein Schaden. "Das ist aber das kleinste Übel, wenn ich daran denke, was da wirklich hätte passieren können," so Helga Grzanna abschließend.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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