Kessels-Akademie-Schüler zu Gast im Düsseldorfer Landtag
Erzieher sollen schon während der Ausbildung Vergütung erhalten

Zu einer Gesprächsrunde empfing der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Hübner jetzt junge Damen und Herren, die sich an der Gladbecker "Johannes-Kessels-Akademie" zu Erzieherinnen und Erziehern ausbilden lassen.
  • Zu einer Gesprächsrunde empfing der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Hübner jetzt junge Damen und Herren, die sich an der Gladbecker "Johannes-Kessels-Akademie" zu Erzieherinnen und Erziehern ausbilden lassen.
  • Foto: Foto: Landtag NRW
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Gladbeck/Düsseldorf. Zu Gast im Düsseldorfer Landtag waren jetzt junge Damen und Herren, die in Gladbeck die "Johannes-Kessels-Akademie" besuchen, sich hier zu Erzieherinngen und Erziehern ausbilden lassen.

In der Landeshauptstadt trafen die Besucher den Gladbecker Landtagsabgeordneten Michael Hübner. Und der SPD-Politiker musste sich durchaus kritische Fragen gefallen lassen: „Warum bekommen angehende Erzieher für ihre Ausbildung kein Geld, während man in anderen Ausbildungsberufen eine Vergütung bekommt? Das macht den Job für viele unattraktiv, obwohl die Politik zu recht sagt, dass wir in Zukunft noch viel mehr Erzieherinnen und Erzieher bräuchten?“

Michael Hübner indes blieb die Antwort nicht schuldig: "Es stimmt, dass wir einen immer höheren Bedarf an Kita-Plätzen haben, die Geburtenzahlen steigen. Die Politik hat endlich erkannt, dass die Grundsteine für Bildung und das folgende Leben ganz besonders in den ersten Lebensjahren gelegt werden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir die Qualität der Erzieherausbildung verbessern und mehr Erzieher in kleineren Gruppen von Kindern arbeiten. Eure Forderung ist deshalb vollkommen richtig“.

Wie richtig Michael Hübner in seiner Einschätzung lag, zeigte sich kurz nach dem Gespräch mit den angehenden Erzieherinnen und Erziehern. Bekannt wurde nämlich, dass das Bundesfamilienministerium über ein Förderprogramm den Bundesländern gut 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen will, damit Erzieher während der Ausbildung bereits eine Vergütung erhalten und die Qualität der Ausbildung verbessert werden kann. Bisher werden nämlich die ersten beiden Ausbildungsjahre an einer Fachschule nicht bezahlt, angehende Erzieher mussten häufig sogar noch Schulgeld zahlen. "Das schreckt viele Bewerber ab," bedauert Michale Hübner. Die Zusage aus Berlin indes wertet der Landtagsabgeordnete als Beweis dafür, das inzwischen auch die SPD-Familienministerin Franziska Giffey erkannt habe, dass den Kitas die Erzieher ausgehen, Das schrecke viele Bewerber ab.

„Das ist auch die Forderung, die die SPD im Land NRW stellt. Wir hoffen deshalb, dass das Geld aus Berlin kommt und die nordrhein-westfälische Landesregierung es auch nutzt, um die Erzieherausbildung auf diesem Weg attraktiver zu machen“, sagt Hübner.

Mit den Schülerinnen und Schülern der Johannes-Kessels-Akademie hat Hübner aber auch über weitere Probleme von jungen Menschen in der Ausbildung gesprochen: „Auch die SPD hat beispielsweise viel zu spät erkannt, dass es Bafög auch für Azubis oder in der Schule geben sollte“, so Hübner abschließend.

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