"Abend des Gedenken" im Bonhoeffer-Haus

Weitgereiste Gäste fanden den Weg aus Israel zum Gedenkabend, zu dem das "Gladbecker Bündnis für Courage" ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus an der Postallee eingeladen hatte. Obiges Foto zeigt von links nach rechts Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup (Bündnis für Courage), Gadi Nevo, Asaf Nevo, Bürgermeister Ulrich Roland sowie Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen).
  • Weitgereiste Gäste fanden den Weg aus Israel zum Gedenkabend, zu dem das "Gladbecker Bündnis für Courage" ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus an der Postallee eingeladen hatte. Obiges Foto zeigt von links nach rechts Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup (Bündnis für Courage), Gadi Nevo, Asaf Nevo, Bürgermeister Ulrich Roland sowie Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen).
  • Foto: Kariger/STADTPSPIEGEL Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. Zu einem Gedenkabend anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hatte das "Gladbecker Bündnis für Courage" jetzt wieder ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus an der Postallee eingeladen.

Unter den rund 120 Teilnehmern befanden sich neben Bürgermeister Ulrich Roland auch zwei weitgereiste Besucher, nämlich Gadi und Asaf Nevo aus Israel. Denn ihre Mutter beziehungsweise Großmutter Ruth (geborene Haber) wurde 1922 in Gladbeck geboren, wurde dann aber 16 Jahre später auf Anordnung der regierenden Nationalsozialisten mit 50 weiteren Kindern und Jugendlichen nach Zbysan in Polen deportiert. Es schloss sich der beschwerliche (Fuß-)Weg nach Palästina an, wo die Gruppe mit ihren beiden Betreuern nach insgesamt 5.500 Kilometer ankam.

Im Bonhoeffer-Haus standen die Nachkommen von Ruth Nevo den Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung, berichteten zum Beispiel darüber, dass die 2012 Verstorbene niemals über die Zeit der Flucht, aber auch niemals über ihre Zeit in Gladbeck geredet habe. Der Abend wurde mitgestaltet von Schülern des Heisenberg-Gymnasiums, die auch Tagebuchaufzeichnungen von Anne Frank vortrugen.

Und Musik gab es von Norbert Gerbig, Rahim Rasuli sowie Ornella Mulla. Das Trio griff dabei auch auf Text der jüdischen Dichterin Ilse Weber zurück, die im Konzentrationslager Theresienstadt freiwllig mit Kindern des Lagers den sicheren Tod in die Gaskammer wählte.

Obiges Foto zeigt von links nach rechts Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup (Bündnis für Courage), Gadi Nevo, Asaf Nevo, Bürgermeister Ulrich Roland sowie Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen). Foto: Kariger

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen