Massive Verstöße Sisha-Bars
Lebensgefahr in Hagener Shisha-Bars?: Umfangreiche Kontrollen decken Gefahren durch Kohlenmonoxid auf

Die Ordnungsbehörden kontrollierten jetzt verstärkt die Shisha-Bars im Hagener Stadtgebiet und entdeckten zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen, die Besucher und Anlieger vor drohenden Schäden schützen sollen.
  • Die Ordnungsbehörden kontrollierten jetzt verstärkt die Shisha-Bars im Hagener Stadtgebiet und entdeckten zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen, die Besucher und Anlieger vor drohenden Schäden schützen sollen.
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Verstöße gegen den Brandschutz, mehrere Anzeigen und der Entzug einer Betriebserlaubnis sowie die Sicherstellung von 37 Dosen Tabak - so lautet die Bilanz einer städtischen Schwerpunktkontrolle in Hagener Shisha-Bars. Bei der konzertierten Aktion des Stadtordnungsdienstes, der Gewerbestelle und des Fachbereiches Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung fanden in den vergangenen Tagen wieder umfangreiche Kontrollen in mehreren Shisha-Bars statt.

Besonders negativ fiel ein Betrieb auf, bei dem die Kontrollbeamten Verstöße gegen den Brandschutz, die Bauordnung und die Auflagen der Gewerbeerlaubnisse feststellten. Der Betrieb dieser Bar ist bis auf Weiteres untersagt. Häufig findet sich in Shisha-Bars das toxische Gas Kohlenmonoxid (CO), da die Wasserpfeifen regelmäßig und entgegen der Vorgaben der Genehmigungsbehörde mittels fossiler Brennstoffe - meist glühende Kohlen - betrieben werden. Weil Kohlenmonoxid als farb-, geruch- und geschmackloses Gas von Personen nicht wahrzunehmen ist, herrscht unter diesen Bedingungen für Mitarbeiter und Kunden einer Shisha-Bar Lebensgefahr.
In zwei Fällen kam es zu einer Teilschließung beziehungsweise zur Stilllegung des Zubereitungsofens für Kohlen. Darüber hinaus erstatteten die Kontrollbeamten Ordnungswidrigkeits- und Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Nichtraucherschutzgesetz, die Spielverordnung und die Abgabenordnung.
Zudem erhält das Jobcenter zwei Anzeigen, die sich auf den Verdacht des Leistungsmissbrauchs beziehen. Die Kontrollbeamten überprüften eine Person, die im Fahndungssystem der Polizei ausgeschrieben war. Zwei zur Fahndung ausgeschriebene Ausweise stellten die Beamten ebenso sicher. Bei den Kontrollen zeigte sich auch, dass die Kohlen häufig im Außenbereich der Shisha-Bars angeheizt werden, was zu einer Gefährdung der angrenzenden Anwohner führen kann. Damit ist ein weiterer Kreis unbeteiligter Menschen betroffen.
Ein aktueller Erlassentwurf der Landesregierung fordert, entsprechende Hinweisschilder in solchen Betrieben zu installieren. Kohlenmonoxid kann von Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit über Verwirrtheit sowie Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod führen. Vor diesem Hintergrund beteiligte sich an den Kontrollen neben dem Polizeipräsidium Hagen auch die Feuerwehr der Stadt Hagen, die mit einem speziellen Messgerät die vorhandene CO-Konzentration in den Bars prüfte.
Die Betreiber von Shisha-Bars sind unter anderem dazu verpflichtet, eine ausreichende Lüftung sicherzustellen oder eine mechanische Lüftungsanlage und Kohlenmonoxid-Warnmessgeräte in ausreichender Anzahl zu haben.

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