Neues Werk aus der Brüner Kultfilmschmiede: "Mordsbrüder" feiert Premiere am 17. November

Von rechts: Nicole Eggink, Simone Schledorn, Benjamin Beyer, Jörn Heitkamp (die Cops).
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  • Von rechts: Nicole Eggink, Simone Schledorn, Benjamin Beyer, Jörn Heitkamp (die Cops).
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Was lange währt, wird endlich gut. Oder zumindest witzig. Naja, wenn man Brüner ist. Oder doch nicht? Ach, wat soll's - is' auch völlig schnuppe! Wichtig ist nur, dass eine relativ einzigartige Produktion am Samstag, 17. November, im Landgasthof Majert Premiere feiert: "Mordsbrüder" heißt das Werk aus der Feder von Nicole Eggink und Simone Schledorn, das leider nur dem Kreis der Eingeladenen zugänglich ist.

Während alle, die einen Platz für die Vorführung im Landgasthof Majert ergattern konnten, das Kribbeln im Bauch kaum noch aushalten können, befragten wir die beiden Scriptschreiberinnen zur Sache. Lesen Sie ihre Antworten unten und dann entscheiden Sie, ob Sie sich ärgern oder freuen können, dass Sie nicht reserviert haben. (Ironie aus. Oder doch nicht?)

1) Die dritte Produktion aus Eurer Filmschmiede – wie fühlt Ihr euch kurz vor der Premiere?
Simone: „Wir sind natürlich sehr gespannt und auch aufgeregt, ob bei der Premiere alles glatt läuft und ob den Zuschauern der neue Film gefällt. Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für den 'großen Abend'. Es soll mehrere kleine Highlights geben. Was, wird nicht verraten. Die Gäste dürfen über den roten Teppich!"

2) Macht bitte ein paar Andeutungen zum Inhalt (anders gefragt: Ist der überhaupt wichtig)?
Nicole (lacht): “Natürlich ist der Inhalt wichtig. Es geht, wie immer, um Mord. Dieses Mal sogar um eine grausame Mordserie in Brünen, die ihre Anfänge in den 20ger Jahren hat. Der Film erzählt von klischeehaften Dorfregeln, Werten und Traditionen, die Brünen „ auf den Kopf stellen". Die beiden äußerst gegensätzlichen Hauptkommissare Johann Blond (Jörn Heitkamp) aus Brünen und Benno Bläck (Benjamin Beyer) aus Raesfeld ermitteln gemeinsam mit dem engagierten Dorfpolizisten Fritz Frevel (Sven Roskowski) und decken dabei skurrile Dorfgeheimnisse auf."  

3) Mehr Darsteller, mehr Rollen, mehr Morde – ist die Handlung kompliziert?
Simone: „Mehr Darsteller. Mehr Rollen. Und ja, mehr Morde. Dabei bleibt es nicht aus, dass die Handlung komplizierter ist. Zumindest verstrickter. Konzentration ist gefragt. Auf Kleinigkeiten kommt es manchmal an."

4) Sagt mal was zu den Drehorten.
Beide: “Sozusagen eine kleine Reise durch das Dorf. Uns war wichtig, dass man Brünen mit seinen typischen Merkmalen oder Gebäuden/ Geschäften wiedererkennt. Unter anderem wurde am Brüner Denkmal gedreht, auf dem Marktplatz, an der Reithalle oder am Friedhof. Ein besonderer Dank gilt Matthias Winkelmann, der uns seine Bäckerei zur Verfügung gestellt hat. Und damit sogar eine kleine Rolle als Bäckermeister übernommen hat. Eine Szene wurde sogar in Schermbeck gedreht. Frau Schledorn hat nämlich auch schöne Apfelbäume!" 

5) Gibt's unter den Aktiven talentierte Schauspieler*innen?
Simone: Auf jeden Fall! Jeder Darsteller (egal ob große oder kleine Rolle) zeigte vollen Einsatz und so mancher wuchs über sich hinaus. Man darf gespannt sein, es gab sogar einen tierischen Komparsen der seine Sache wirklich gut gemacht hat. Eine immerwährende Herausforderung ist das Lernen der Texte, spätestens bei sehr komplizierten Sätzen (End Szene) zeigten „alte Hasen“ ihr Können. Es gab einige spontane Rollenverteilungen, deren Darbietungen für positive Überraschungen sorgten. Brünen verfügt definitiv über schauspielerische Talente!

6) Wie viele Stunden/Tage (Wochen?) habt Ihr in Skript und Dreharbeiten investiert?
Nicole: Von der ersten Idee bis hin zur Premiere vergingen über zwei Jahre. Nachdem auf der Kirmes Party 2016 in Brünen unser unabkömmlicher Filmtechniker Nils Labenz seine Zusage gab, trafen sich alle (ca. 16 „alte und neue Talente“) ein paar Wochen später und entwickelten die Handlung des neuen Films. An Hand der Story schrieb Simone dann das 36 seitige Drehbuch. Nicole: „Da ich direkt mit Feuer und Flamme dabei war, war es mir eine Ehre die zweite Hauptverantwortliche für das Projekt zu werden und in die Fußstapfen von Lena Rütter zu steigen.Nachdem stundenlang am Drehbuch gefeilt wurde und sich die Organisation der Termine zum Teil schwierig gestaltete, waren die Szenen meistens innerhalb von ein paar Stunden abgedreht.“

7) Wie man hört, war das Feilen an der Endfassung diesmal komplizierter ….
Simone: „Viel Rohmaterial bedeutet viele Möglichkeiten, weil viel Auswahl. Die Fertigstellung hat mich einige Wochen bzw. unzählige Stunden gekostet. Gerne gekostet! Eine Szene schneiden, sie mit Musik zu untermalen, um eine gewisse Wirkung zu erzielen, das ist der Reiz daran und meine Motivation. Und falls jemand was zu meckern hat, ich bin kein Profi und Nicole hat jede fertiggeschnittene Szene abgesegnet.“

8) Seid ihr ideenmäßig ausgepowert oder darf man mit einem weiteren Produkt rechnen?
(Beide lachen), Nicole: „Nein, ganz im Gegenteil, wir haben so viele Ideen für neue Filme. Nach jeder Szene haben Simone und ich uns noch einmal zusammengesetzt und immer neue Projekte bequatscht, die man noch machen könnte. Wann eine weitere Produktion stattfindet, können wir natürlich noch nicht sagen. Erst einmal freuen wir uns auf die Premiere von „Mordsbrüder“. Aber, da kommt bestimmt noch was, vielleicht schon im nächsten Jahr (Augenzwinkern).

9) Ist die Premiere schon ausverkauft?
Simone: Die Veranstaltung ist privat. Alles andere würde vermutlich den Rahmen sprengen. Der ein oder andere wird sich vielleicht nach der Premiere gemütlich in kleiner Runde den Film noch einmal anschauen.

10) Was wird zur Vorführung serviert – Longdrinks und Bouletten?
Nicole: Keine Buletten, nur kühles Filmbier und Brüner Korn sowie Wasser und Co. Und hoffentlich ein nettes „gnädiges“ Publikum.

Begonnen hatten die Vorbereitungsarbeiten für "Mordsbrüder" schon vor rund zwei Jahren. Schauen Sie mal rein in unseren damaligen Bericht.

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