Landratskandidat Ingo Brohl nimmt an der Sommeraktion teil
Heimische Spezialitäten bei CDU-Radtour im Mittelpunkt

Landratskandidat Ingo Brohl war zu Besuch bei der CDU-Sommertour in Hamminkeln und wurde von den Vorsitzenden Norbert Neß (Partei) und Dr. Dieter Wigger (Fraktion) begrüßt.
  • Landratskandidat Ingo Brohl war zu Besuch bei der CDU-Sommertour in Hamminkeln und wurde von den Vorsitzenden Norbert Neß (Partei) und Dr. Dieter Wigger (Fraktion) begrüßt.
  • Foto: Christel Joormann-Sauer
  • hochgeladen von Norbert Neß

Um heimische Spezialitäten ging es der diesjährigen Sommer-Radtour des CDU-Stadtverbands, die durch die Dörfer Hamminkeln und Ringenberg führte. Fast 50 Radlerinnen und Radler machten sich am Morgen auf den rund 25 Kilometer langen Rundkurs, den die beiden Ortsverbandsvorsitzenden Roland Albers (Hamminkeln) und Matthias Holtkamp (Ringenberg) vorbereitet hatten. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Norbert Neß begrüßte neben Vizebürgermeisterin Anneliese Große-Holtforth und CDU-Fraktionschef Dr. Dieter Wigger als besonderen Gast den CDU-Landratskandidaten Ingo Brohl, der aus Moers nach Hamminkeln gekommen war.

Am Schloss Ringenberg gegrüßte Christof Schmidt-Rotthauwe die Gruppe zur ersten Etappe – und führte die Interessierten durch das ehrwürdige Gemäuer. „Unsere historische Spezialität“, stellte CDU-Vorsitzender Norbert Neß nach der Besichtigung fest. Denn: das erste Burghaus aus dem 13. Jahrhundert hatte die beinahe revolutionäre Loslösung der Freigrafen von Dingden vom Münsteraner Bischof markiert. Sogar über stadtähnliche Rechte verfügte Ringenberg viele Jahrhunderte lang, musste keine Abgaben an höhere Instanzen entrichten. „Ein Zustand, der heute auch ganz schön wäre“, kalauerte Schmidt-Rotthauwe – und verwies darauf, dass das Amt Ringenberg über viele Jahrzehnte der Regierungssitz der umliegenden Gemeinden und Ortschaften war.

Zeitgemäße, besondere Spezialitäten beherrschten den weiteren Verlauf der Radtour: Bei Holz Pieper lernte die CDU-Delegation bei der Werksbesichtigung durch Unternehmenschef Werner Pieper, dass sich die Ringenberger Schreinerei neben Fußbodenhölzern auf die Verarbeitung von Eichenholz für Fensterprofile besonders spezialisiert habe. Aus den USA lässt das Unternehmen, das in diesem Jahr 90. Geburtstag feiert, die „Oak“-Bretter einschiffen. „20 Prozent des US-Eichenimports nach Deutschland gehen zu uns nach Ringenberg“, erläuterte Pieper, dessen Vater noch vor allem bei den heimischen Bauern und Waldbesitzern das Holz für die Weiterverarbeitung erworben hatte. Junior Werner reist einmal im Jahr über den Teich nach Virginia sowie North und South Carolina, um den Ankauf amerikanischer Eichen zu verhandeln. Geliefert werden nicht ganze Stämme, „sondern wir brauchen wie ein Metzger nur das Filet“, erläuterte der Holzexperte. Die in Ringenberg daraus vollendeten Fensterprofile, die ausschließlich aus Eiche produziert werden, liefert er dann an den Großhandel in Deutschland, Schweiz, Österreich und Polen. „Ein weiteres Beispiel für Globalisierung vor der heimischen Haustür“, fasste Neß die Erläuterungen zusammen – und sagte dem Firmenchef die politische Unterstützung zu, nachdem dieser auf zu lange Bearbeitungszeiten bei Behörden verwiesen hatte.

Der CDU-Peloton konzentrierte sich im weiteren Verlauf auf kulinarische Spezialitäten: Heimische Produkte bieten zum Beispiel Ralf und Sabine Rüsken aus ihrem Bollerwagen am Storchennest in Kesseldorf an. Jungstörche und deren Eltern waren derweil nicht mehr im meterhohen Nestbau zu sehen – vergangene Woche zogen sie gen Süden. An der vom Hamminkelner Verkehrsverein (HVV) gestifteten Sitzbank bietet Familie Rüsken Snacks und Getränke für Radtouristen und Spaziergänger an. Ein Fernglas steht für Hobby-Ornithologen ebenfalls bereit. Lebhaft schilderte Ralf Rüsken der CDU-Gruppe, wie er sich mit seiner Familie und den Nachbarn seit Frühjahr um die Storchen-Ansiedlung bemühte. Erfolgreich – denn wenige Wochen kam der Nachwuchs zur Welt.

Um Nachhaltigkeit drehte sich unter anderem die Verkostung bei Rainer van Nahmen in der Hamminkelner Obstmosterei. Der Seniorchef berichtete, dass sich aufgrund der klimatischen Veränderungen der Blütezeitraum der Äpfel in den vergangenen 30 Jahren um elf Tage nach vorn verschoben habe. Genug geerntet wird dennoch, so dass die Radfahrerinnen und Radfahrer nicht nur heimischen Apfelsaft, sondern auch exotisches Kirsch-Morellenfeuer und Weißen Pfirsisch verkosten konnten. Bier-Sommelier Wilhelm Kloppert begrüßte die CDU-Teilnehmer abschließend auf dem Hof seiner Brauerei, wo der erlebnisreiche Tag bei leckeren Schnitzeln, Salat und hiesigen Bier- und Getränkespezialitäten ausklang.

Autor:

Norbert Neß aus Hamminkeln

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