Michael Breuer: „Europa ist zur zweiten Natur geworden“

—Sparkassen-Präsident Michael Breuer (Mitte) war beim CDU-Neujahrsempfang zu Gast und wird von Bürgermeister Holger Schlierf (rechts) und dem CDU-Vorsitzenden Norbert Neß begrüßt. (Fotos: Christel Joormann-Sauer)
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Mit einem engagierten Plädoyer für die Einheit Europas hat der Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes, Michael Breuer, beim diesjährigen CDU-Neujahrsempfang seine Zuhörer überzeugt. „Trotz aller Unvollkommenheiten: Europa ist eine großartige Errungenschaft“, sagte der Finanzexperte im vollbesetzten Ratssaal des Hamminkelner Rathauses. „Die Heimat Europa ist für uns zur zweiten Natur geworden.“

In sehr persönlichen Worten erinnerte der 47-Jährige an die Erlebnisse seines Vaters, der nach dem zweiten Weltkrieg in französischer Kriegsgefangenschaft war. Für die heutigen Generationen sei das deutsch-französische Verhältnis von Freundschaft geprägt und nicht von Erbfeindschaft. „Aber die Staatsschuldenkrise ist heute die schwierigste Bewährungsprobe nach dem Zweiten Weltkrieg“, machte der ehemalige nordrhein-westfälische Europaminister deutlich. Da Europa auch eine Frage der „ökonomischen Notwendigkeit“ sei, müssten alle Staaten die dafür nötigen Hausaufgaben erledigen: die Begrenzung der staatlichen Defizite in den Haushalten einerseits. Und die Vollendung der europäischen Wirtschafts- und Fiskalunion andererseits.

Zur gemeinsamen Währung bekannte sich der Sparkassen-Präsident ohne Wenn und Aber: „Es gibt keine bessere Alternative als den Euro.“ Damit erteilte er nicht ganz ernst gemeinten Wünschen aus der Hamminkelner Bevölkerung nach einer eigenen Währung augenzwinkernd eine Absage, die sich im Rahmen des „Leitbild“-Prozesses der Stadtverwaltung dafür ausgesprochen hatten.

Michael Breuer sprach auch die Situation der Bankinstitute vor Ort an: Angesichts zunehmender Online-Aktivitäten vieler Bankkunden sei es unvermeidlich, auch die Filialstruktur zu überprüfen, sagte er mit Blick nach Ringenberg oder Wesel, wo gerade die Schließung von Standorten ansteht.

Zuvor hatte Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf die anstehenden Aufgaben in der Stadtpolitik skizziert: Dazu zählte die Realisierung der neuen Gesamtschule ebenso wie den Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder unter drei Jahren. Der erste Bürger zeigte sich mit Blick auf den Haushalt der Stadt davon überzeugt, dass die Rückführung der Verschuldung um weitere 4,4 Millionen Euro eine richtige Entscheidung sei.

Das bekräftigte auch Hamminkelns CDU-Vorsitzender Norbert Neß – der dieses Vorhaben auch auf dem Hintergrund der Ausführung des Sparkassen-Präsidenten für „absolut richtig und notwendig“ bezeichnete. In seiner Begrüßungsrede bekannte sich Neß zum einstimmigen Ratsbeschluss zur Errichtung der Gesamtschule („Dazu steht die CDU“), wenngleich er auch Verständnis für die aktuell artikulierten Sorgen der Eltern zeigte. „Die zugesagten Bedingungen müssen durch Stadt und Bezirksregierung eingehalten werden“, forderte er. Abschließend würdigte er die Arbeit von Stadtverwaltung und Bürgermeister: „Sie sind ein Glücksfall für unsere Stadt“, sagte er an Schlierfs Adresse – und die Zuhörer bekräftigten diese Aussage durch ihren Beifall.

Autor:

Norbert Neß aus Hamminkeln

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