Schule, eine unendliche Geschichte

Kann es wirklich sein, dass unseren Politikern in Düsseldorf zur Schulbildung nichts Besseres mehr einfällt, als zur „Einheitsschule“ ehemals Volksschule zurückzukehren? Weder Erwachsene, noch Kinder sind einheitlich. Also warum, sollen alle einheitlich unterrichtet werden?
Was ist denn so schlimm an unserem bisherigen Schulsystem? Unstimmigkeiten gibt es doch erst, seit dem versucht wurde, ein neues System einzuführen. Sollte das nicht zu Denken geben? Anstatt neue unbekannte Wege zu gehen, sollte man die Gelegenheit beim Schopfe packen und die rückläufigen Schülerzahlen positiv nutzen.
Kleine Klassen, individuelle Betreuung mit viel Freude am Lernen und Lehren bei Schülern und Lehrern ist doch ein super Ziel. Die Zahl der Burnout-Lehrern könnte sich rapide verringern, weil es wieder Spaß macht, Kinder zu unterrichten und nicht zu verwalten.

Schlimm finde ich allerdings, dass ab 2013 ein „Schulversuch“ mit unseren Kindern veranstaltet wird, um herauszufinden, ob eine bessere Chancengerechtigkeit und eine Leistungsfähigkeit durch die neue Schulform erreicht werden kann. Und was, wenn nicht? Es wurde schon so viel mit Schulkindern in der Unterrichtsart- und weise herumexperimentiert und vieles wurde als nicht praktikabel befunden.

Irgendwann muss doch mal Schluss sein. Was für ein Argument für junge Leute: Setzt mehr Kinder in die Welt, damit wir wieder etwas Neues ausprobieren können. Da finde ich „ Mehr Kinder, weil sie endlich besser schulisch betreut werden können und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben“ doch für viel ansprechender.

Wenn das ganze jedoch ein finanzieller Schachzug ist, frage ich mich, warum muss bei den Kindern gespart werden und nicht an den Bezügen und Begünstigungen der Politiker und Top-Verdiener.
Ich würde gern mal sehen, wenn unsere Politiker plötzlich mit ganz vielen anderen, wirtschaftlich und gesellschaftlich unterschiedlichen Personen in eine Klasse (oder Büro) gesteckt würden, um herauszufinden, ob sich das sinnvoll auf ihre Arbeit auswirkt. Na, da kann man ja nur hoffen, dass sich unsere Regierung ihre Privilegien schon verfassungsrechtlich geschützt haben, damit keiner auf die Idee kommt, mit ihnen eine Versuchsreihe zu starten.

Schön wäre es, wenn mit genauso viel Engagement für den Erhalt kleiner Grundschulen gekämpft würde, wie es zur Zeit für die Einführung der Gemeinschaftschule getan wird. Bildung fängt ja bereits im 1. Schuljahr an, oder?

Autor:

Petra Keiten aus Hamminkeln

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