Am heutigen Freitagmittag an der Stadtgrenze zu Bochum-Linden
Mann nimmt RTW-Besatzung als Geiseln

Bereits in Höhe der Einmündung zum Oberwinzerfeld hatte die Polizei die Straße auf Hattinger Gebiet abgesperrt. Drei Straßenbahnen und ein Bus durften ebenfalls nicht weiterfahren, Fahrer und Fahrgäste aussteigen. Auch Anwohner durften die Häuser nicht verlassen.  Foto: Römer
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  • Bereits in Höhe der Einmündung zum Oberwinzerfeld hatte die Polizei die Straße auf Hattinger Gebiet abgesperrt. Drei Straßenbahnen und ein Bus durften ebenfalls nicht weiterfahren, Fahrer und Fahrgäste aussteigen. Auch Anwohner durften die Häuser nicht verlassen. Foto: Römer
  • hochgeladen von Roland Römer

Glücklich, weil unblutig ging heute Mittag, 1. Februar, eine Geiselnahme an der Bochumer Straße/Hattinger Straße direkt auf der Stadtgrenze von Hattingen und Bochum-Linden zu Ende. Nach Auskunft von Polizeihauptkommissar (PHK) Hans Jankowski hatte gegen zwölf Uhr ein 48 Jahre alter Mann aus Sprockhövel die Besatzung eines Rettungswagens (RTW) als Geiseln genommen. Dabei habe er ihnen gesagt, er habe eine Schusswaffe dabei. Nach Auskunft der Rettungswagen-Besatzung klang dies durchaus glaubhaft - auch wenn sie die Waffe niemals zu Gesicht bekommen hat.

Die inzwischen alarmierte Bochumer Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. Die Fahrgäste von drei Straßenbahnen mussten diese verlassen und sich hinter eine Absperrung in Höhe der Einmündung Oberwinzerfeld begeben. In Linden war die Durchfahrt bereits ab der Surenfeldstraße gesperrt.
Autoparty-Mitglied Dino Drössiger, der nahezu unmittelbar aus seinem Autohaus heraus das Geschehen beobachten konnte, auf STADTSPIEGEL-Nachfrage: "Unsere Mitarbeiter wollten eigentlich gerade in die Mittagspause gehen, als die Polizei uns aufforderte, das Gebäude nicht zu verlassen. Auch unsere Nachbarn durften dies nicht. Wir konnten aber die ganze Zeit den Krankenwagen beobachten. Zu sehen war allerdings nichts.“
Nach einiger Zeit durfte die Besatzung des RTW das Fahrzeug verlassen. PHK Hans Jankowski: „Wir haben versucht, den Mann durch Spezialisten aus dem Fahrzeug rauszusprechen. Gleichzeitig haben wir ein Sondereinsatzkommando (SEK) angefordert. Das brauchte aber letztlich nicht einzugreifen. Nach rund 75 Minuten gab der Mann freimütig auf und hat das Fahrzeug durch die hintere Tür verlassen. Eine Waffe hatte er nicht dabei“
Nach seinem Kenntnisstand war der RTW zuvor zum S-Bahnhof in Hattingen beordert worden, weil sich dort eine erheblich alkoholisierte und daher hilflose Person aufhielt. „Warum der Mann unterwegs plötzlich die RTW-Besatzung bedrohte, entzieht sich momentan meiner Kenntnis“, so PHK Hans Jankowski. „Das Motiv müssen weitere Ermittlungen ergeben.“

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